Wir alle wissen, wie lebendig und herausfordernd das Herzstück unserer Branche sein kann: der tägliche Betrieb in unseren Restaurants, Cafés und Bars. Im Zentrum dieser Dynamik steht ein wichtiges Instrument – der Dienstplan. Ein gut durchdachter Dienstplan ist nicht nur ein Organisationswerkzeug; er spiegelt unsere Wertschätzung für das Team wider und ist ein Schlüssel zum Erfolg unseres Geschäfts. Den Dienstplan zu erstellen, ist eine wahre Kunst.
Es geht darum, eine Arbeitsumgebung zu schaffen, in der sich jeder Einzelne wertgeschätzt und berücksichtigt fühlt – ein Umfeld, in dem Professionalität und persönliches Wohlbefinden Hand in Hand gehen. Begleiten Sie mich also auf diesem spannenden Weg, und entdecken Sie, wie ein durchdachter Dienstplan zur geheimen Zutat Ihres Erfolgs werden kann!
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- Grundlagen der Dienstplanerstellung
- Rechtliche Aspekte der Dienstplanerstellung
- Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigen
- Effiziente Planung und Organisation
- Kommunikation und Feedback für ein besseres Erstellen des Dienstplans
- Schritt-für-Schritt-Anleitung zum wöchentlichen Erstellen des Dienstplans in der Gastronomie
- Best Practices und Tipps für das Erstellen des Dienstplans
- FAQ Dienstplan erstellen
Grundlagen der Dienstplanerstellung
Den Dienstplan zu erstellen in der Gastronomie ist mehr als nur das Zuteilen von Arbeitszeiten. Es ist ein sorgfältiges Balancieren zwischen betrieblichen Anforderungen und den Bedürfnissen Ihrer Mitarbeiter. Lassen Sie uns einige Grundlagen durchgehen, die Ihnen dabei helfen, diesen Balanceakt erfolgreich zu meistern.
Wichtige Begriffe und Konzepte beim Dienstplan erstellen
- Schichtarbeit: Verstehen Sie die verschiedenen Schichttypen – Früh-, Spät- und Nachtschichten – und deren Auswirkungen auf Ihre Mitarbeiter.
- Teilzeit und Vollzeit: Kennen Sie die Unterschiede in den Arbeitszeiten und wie diese in Ihren Plan integriert werden können.
- Flexible Arbeitszeiten: Erwägen Sie flexible Arbeitsmodelle, um auf die Bedürfnisse Ihres Teams einzugehen und gleichzeitig die betriebliche Effizienz zu wahren.
Verschiedene Arten von Dienstplänen
- Feste Dienstpläne: Diese bieten Ihren Mitarbeitern eine konstante Routine, können aber weniger flexibel sein, wenn sich die betrieblichen Anforderungen ändern.
- Rotierende Dienstpläne: Hier wechseln die Schichten in einem vorhersehbaren Muster, was die Planbarkeit für Mitarbeiter erhöht, ohne die betriebliche Flexibilität einzuschränken.
- Flexible Dienstpläne: Diese ermöglichen eine hohe Anpassungsfähigkeit an betriebliche Spitzenzeiten, erfordern jedoch eine gute Kommunikation und Abstimmung mit Ihrem Team.
Jeder Dienstplan-Typ hat seine Vor- und Nachteile. Die Herausforderung liegt darin, den Typ zu finden, der am besten zu Ihrem Betrieb und Ihrem Team passt. Bedenken Sie, dass ein guter Dienstplan nicht nur die betrieblichen Anforderungen erfüllt, sondern auch die Arbeit für Ihr Team vorhersehbar und gerecht gestaltet.
In den folgenden Abschnitten werden wir detaillierter auf die rechtlichen Rahmenbedingungen eingehen, die bei der Planerstellung zu berücksichtigen sind, und wie Sie die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter in den Mittelpunkt Ihrer Planung stellen können.
Ein wirklich guter Dienstplan ist weit mehr als eine bloße Zuordnung von Arbeitszeiten zu Mitarbeitern. Er spiegelt die Fähigkeit eines Unternehmens wider, sowohl betriebliche Effizienz als auch Mitarbeiterzufriedenheit zu maximieren. Das Geheimnis eines solchen Dienstplans liegt in der ausgewogenen Berücksichtigung vieler Aspekte. Ein wirklich guter Dienstplan ist das Ergebnis einer sorgfältigen Planung, die rechtliche Anforderungen, Fairness, Flexibilität, Transparenz und die Nutzung moderner Hilfsmittel in Einklang bringt. Ein solcher Plan trägt nicht nur zur Optimierung des Betriebsablaufs bei, sondern fördert auch ein positives und produktives Arbeitsumfeld.
Rechtliche Aspekte der Dienstplanerstellung

Einen effektiven Dienstplan zu erstellen berücksichtigt nicht nur betriebliche und persönliche Bedürfnisse, sondern muss auch im Einklang mit geltenden Gesetzen und Vorschriften stehen. Dieser Abschnitt gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten rechtlichen Rahmenbedingungen in der Gastronomie.
Arbeitszeitgesetz
- Höchstarbeitszeiten: Das Gesetz schreibt vor, wie lange Mitarbeiter pro Tag und Woche arbeiten dürfen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Dienstpläne diese Grenzen nicht überschreiten.
- Die regelmäßige Arbeitszeit darf 8 Stunden pro Tag nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu 10 Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von 6 Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden werktäglich nicht überschritten werden.
- Die wöchentliche Arbeitszeit darf im Durchschnitt 48 Stunden pro Woche in dem oben genannten Zeitraum nicht überschreiten.
- Pausen und Ruhezeiten: Beachten Sie die vorgeschriebenen Pausenzeiten und die Mindestruhezeiten zwischen den Schichten.
- Bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 bis zu 9 Stunden muss die Pause mindestens 30 Minuten betragen, bei mehr als 9 Stunden mindestens 45 Minuten. Diese Pausen können in Abschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden.
- Zwischen den Arbeitszeiten müssen die Mitarbeiter eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 11 Stunden haben.
- Sonn- und Feiertagsarbeit: Informieren Sie sich über die speziellen Regeln für Arbeit an Sonn- und Feiertagen und etwaige Ausnahmeregelungen.
- Arbeitnehmer dürfen an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen von 0 bis 24 Uhr nicht beschäftigt werden. In der Gastronomie gibt es allerdings Ausnahmen, etwa für Restaurants, Cafés und ähnliche Betriebe. Hier ist es oft erlaubt, an Sonn- und Feiertagen zu arbeiten, allerdings unterliegen diese Ausnahmen oft besonderen Auflagen, wie etwa dem Ersatzruhetag, der innerhalb von zwei Wochen zu gewähren ist.
Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen
- Prüfen Sie, ob für Ihren Betrieb Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen gelten, die spezifische Anforderungen an die Dienstplangestaltung stellen.
- Achten Sie darauf, dass Ihr Dienstplan diese Anforderungen erfüllt, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.
Besondere rechtliche Bestimmungen, die beim Erstellen des Dienstplans zu berücksichtigen sind
- Minderjährige Mitarbeiter: Für jugendliche Mitarbeiter gelten besondere Schutzbestimmungen, zum Beispiel in Bezug auf Arbeitszeiten und Pausenregelungen.
- Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren dürfen nicht mehr als 8 Stunden pro Tag und 40 Stunden pro Woche arbeiten.
- Bei einer Arbeitszeit von mehr als 4,5 Stunden müssen Jugendliche eine Pause von mindestens 30 Minuten haben. Bei mehr als 6 Stunden Arbeitszeit erhöht sich diese auf mindestens 60 Minuten.
- Grundsätzlich ist die Beschäftigung von Jugendlichen in der Nachtzeit zwischen 20 Uhr und 6 Uhr verboten. Ausnahmen gibt es für bestimmte Branchen wie die Gastronomie, wo Jugendliche bis 22 Uhr arbeiten dürfen.
- Jugendliche dürfen in der Regel nicht an Samstagen, Sonn- und Feiertagen arbeiten. Auch hier gibt es branchenspezifische Ausnahmen, beispielsweise in Restaurants.
- Schwangere und stillende Mitarbeiterinnen: Beachten Sie die speziellen Schutzbestimmungen, die für schwangere und stillende Mitarbeiterinnen gelten, wie z.B. Verbot bestimmter Schichten oder Tätigkeiten.
- Schwangere und stillende Frauen dürfen nicht mehr als 8,5 Stunden pro Tag und 90 Stunden in der Doppelwoche arbeiten.
- Schwere körperliche Arbeit, gefährliche Tätigkeiten und Nachtarbeit zwischen 20 Uhr und 6 Uhr sind in der Regel für Schwangere und Stillende verboten. Ausnahmen können unter bestimmten Voraussetzungen genehmigt werden.
- Schwangeren und stillenden Frauen müssen zusätzliche Pausen gewährt werden, ohne dass dadurch finanzielle Nachteile entstehen.
- Während der Schwangerschaft und bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung besteht ein besonderer Kündigungsschutz.
Die Einhaltung dieser rechtlichen Vorgaben ist entscheidend, um rechtliche Risiken für Ihr Unternehmen zu minimieren und gleichzeitig ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld für Ihre Mitarbeiter zu schaffen. Es empfiehlt sich, regelmäßig zu prüfen, ob sich relevante Gesetze oder Bestimmungen geändert haben, um Ihren Dienstplan korrekt zu erstellen und entsprechend anzupassen.
Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigen

Einen guten Dienstplan zu erstellen in der Gastronomie berücksichtigt nicht nur betriebliche Anforderungen, sondern auch die individuellen Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Mitarbeiter. Dies trägt wesentlich zur Arbeitszufriedenheit und somit zur langfristigen Bindung Ihres Teams an Ihr Unternehmen bei.
Work-Life-Balance
In der heutigen Arbeitswelt spielt die Work-Life-Balance eine wichtige Rolle, besonders im Bereich der Gastronomie, wo unkonventionelle und oft flexible Arbeitszeiten die Norm sind. Bei der Planung von Arbeitszeiten für Teilzeitkräfte ist es von großer Bedeutung, deren Verfügbarkeit und individuelle Präferenzen zu berücksichtigen. Die Abstimmung der Dienstpläne auf ihre Bedürfnisse trägt wesentlich dazu bei, ein harmonisches Arbeitsumfeld zu schaffen.
Flexible Arbeitsmodelle, wie Gleitzeit oder die Möglichkeit, Schichten zu tauschen, können hier besonders effektiv sein. Sie erlauben es Teilzeitbeschäftigten, ihre beruflichen Verpflichtungen besser mit persönlichen Anforderungen, wie Studium, Familie oder anderen Interessen, zu vereinbaren.
Ebenso ist es für die Förderung einer positiven Arbeitsatmosphäre unerlässlich, auf die individuellen Wünsche aller Mitarbeiter nach bestimmten Schichten oder freien Tagen einzugehen. Dies kann die Planung komplexer machen, jedoch zeigt es den Mitarbeitern, dass ihr Wohlergehen und ihre Zufriedenheit eine hohe Priorität haben. Indem Sie ein offenes Ohr für ihre Anliegen haben und bereit sind, Lösungen zu finden, die sowohl den betrieblichen Anforderungen als auch den persönlichen Bedürfnissen der Mitarbeiter gerecht werden, stärken Sie das Teamgefühl und die Mitarbeiterbindung.
Eine solche Herangehensweise kann auch dazu beitragen, die Motivation und Produktivität zu steigern, da Mitarbeiter, die sich wertgeschätzt und gehört fühlen, eher bereit sind, sich für das Unternehmen einzusetzen. Letztlich ist die Berücksichtigung der Work-Life-Balance ein Schlüsselfaktor für den langfristigen Erfolg und das Wohlbefinden sowohl des Einzelnen als auch des gesamten Teams.
Fairness und Gleichbehandlung
Fairness und Gleichbehandlung sind grundlegende Säulen bei der Erstellung von Dienstplänen in der Gastronomie. Ein zentraler Aspekt dabei ist die gerechte Verteilung von Schichten. Es ist wichtig, sowohl begehrte als auch weniger beliebte Schichten unter allen Mitarbeitern ausgewogen zu verteilen. Ein Rotationssystem, bei dem die Schichten regelmäßig wechseln, kann hierbei eine Schlüsselrolle spielen. Dieses System stellt sicher, dass jeder Mitarbeiter gleichermaßen attraktive und weniger attraktive Arbeitszeiten übernimmt, wodurch ein Gefühl der Gerechtigkeit und Zufriedenheit im Team gefördert wird.
Gleichzeitig ist Transparenz in der Planung unerlässlich. Indem Sie Ihre Mitarbeiter frühzeitig und klar über den Dienstplan informieren, ermöglichen Sie es ihnen, ihre persönlichen Angelegenheiten entsprechend zu planen. Die Bereitstellung einer Plattform, auf der Mitarbeiter Rückfragen stellen und Feedback zum Schichtplan abgeben können, ist ebenso wichtig. Eine offene Kommunikation trägt nicht nur dazu bei, Missverständnisse zu vermeiden, sondern stärkt auch das Vertrauen innerhalb des Teams. Mitarbeiter fühlen sich wertgeschätzt und einbezogen, wenn ihre Stimmen gehört und ihre Meinungen bei der Planung berücksichtigt werden. Dies fördert am Ende ein positives Arbeitsklima und eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit, was sich direkt auf die Qualität des Kundenservice und die allgemeine Leistungsfähigkeit des Unternehmens auswirken kann.
Berücksichtigung von Qualifikationen und Fähigkeiten
- Einsatz nach Kompetenzen: Planen Sie Ihre Mitarbeiter entsprechend ihrer Fähigkeiten und Qualifikationen ein. Dies sorgt nicht nur für einen reibungslosen Betriebsablauf, sondern fördert auch die persönliche Entwicklung Ihrer Mitarbeiter.
- Möglichkeiten zur Weiterbildung: Bieten Sie Schulungen und Weiterbildungsmöglichkeiten an, um die Kompetenzen Ihres Teams zu erweitern und die Motivation zu steigern.
Umgang mit Ausnahmesituationen
- Flexible Handhabung bei Notfällen: Zeigen Sie Verständnis und Flexibilität, wenn Mitarbeiter aus wichtigen persönlichen Gründen kurzfristig umplanen müssen.
- Backup-Plan: Haben Sie einen Plan B für Krankheitsfälle oder unvorhergesehene Ausfälle, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, ohne andere Mitarbeiter zu überlasten.
Durch die Berücksichtigung der Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter schaffen Sie eine Arbeitsumgebung, in der sich Ihr Team wertgeschätzt und unterstützt fühlt. Dies trägt nicht nur zu einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit bei, sondern stärkt auch das Engagement und die Loyalität gegenüber Ihrem Unternehmen.
Effiziente Planung und Organisation

Die effiziente Planung und Organisation eines Dienstplans in der Gastronomie ist entscheidend für einen reibungslosen Betriebsablauf und die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter. Hier einige Schlüsselelemente, die Sie beim Dienstplan erstellen beachten sollten:
Erfassen von Mitarbeiterqualifikationen und -präferenzen
- Qualifikationsprofil: Erstellen Sie ein Profil für jeden Mitarbeiter, das dessen Fähigkeiten, Erfahrungen und Qualifikationen umfasst. Dies hilft Ihnen, die richtige Person für die richtige Schicht einzuplanen.
- Präferenzen berücksichtigen: Nehmen Sie die Präferenzen Ihrer Mitarbeiter hinsichtlich der Arbeitszeiten auf. Dies fördert die Zufriedenheit und reduziert Konflikte.
Umgang mit kurzfristigen Änderungen und Krankheitsfällen
- Flexible Planung: Seien Sie auf kurzfristige Änderungen vorbereitet. Ein flexibler Dienstplan kann helfen, unvorhergesehene Ereignisse ohne große Störungen zu bewältigen. Apps wie ToDoIst helfen bei der Planung.
- Backup-System: Haben Sie ein System für Vertretungen oder Ersatzpersonal, um auf Ausfälle reagieren zu können, ohne dass dies zu Überlastung anderer Mitarbeiter führt.
Optimierung des Planungsprozesses
- Regelmäßige Überprüfung und Anpassung: Überprüfen Sie Ihren Dienstplan regelmäßig und passen Sie ihn an, um auf Veränderungen im Betrieb oder im Team reagieren zu können.
- Feedback von Mitarbeitern: Nutzen Sie das Feedback Ihrer Mitarbeiter, um den Planungsprozess kontinuierlich zu verbessern.
Einsatz von Planungssoftware und Tools beim Dienstplan erstellen
Der Einsatz moderner Planungssoftware wie zum Beispiel Papershift beim Erstellen von Dienstplänen kann einen signifikanten Unterschied machen, sowohl in Bezug auf die Effizienz des Planungsprozesses als auch auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Diese Softwarelösungen bieten eine Vielzahl an Funktionen und Vorteilen, die herkömmliche, manuelle Planungsmethoden bei Weitem übertreffen.
Zunächst ermöglichen solche Tools eine wesentlich effizientere und genauere Planung. Statt sich auf Papierpläne oder komplexe Tabellenkalkulationen zu verlassen, können Sie mit wenigen Klicks Schichten planen, ändern und Mitarbeitern zuweisen. Das System berücksichtigt automatisch Verfügbarkeiten, Qualifikationen und sogar gesetzliche Vorgaben, wodurch die Fehlerquote deutlich reduziert wird.
Des Weiteren verbessert die Software die Transparenz und Kommunikation im gesamten Team. Mitarbeiter können ihre Verfügbarkeiten und Schichtwünsche direkt im System eintragen, wodurch Missverständnisse vermieden werden. Sie können auch den aktuellen Dienstplan einsehen, was zu einer verbesserten Planbarkeit ihres Privatlebens führt.
Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die Flexibilität. Änderungen, die durch Krankheit, unerwartete Ereignisse oder sonstige Ausfälle erforderlich werden, lassen sich schnell umsetzen. Die Software bietet oft auch Funktionen für automatisierte Benachrichtigungen, sodass alle Teammitglieder umgehend über Änderungen informiert werden. Zusammengefasst bietet moderne Planungssoftware folgende Vorteile:
- Effizienzsteigerung: Schnellere und genauere Erstellung von Dienstplänen.
- Fehlerreduktion: Automatische Berücksichtigung von Verfügbarkeiten und gesetzlichen Vorgaben.
- Verbesserte Transparenz: Jederzeit einsehbare Dienstpläne für alle Mitarbeiter.
- Direkte Kommunikation: Einfache Möglichkeit für Mitarbeiter, Feedback zu geben und Verfügbarkeiten zu kommunizieren.
- Flexibilität bei Änderungen: Schnelle Anpassung an unvorhergesehene Umstände.
- Automatisierte Benachrichtigungen: Sofortige Information über Änderungen im Dienstplan.
Insgesamt ermöglicht der Einsatz moderner Planungssoftware eine deutlich reibungslosere und effektivere Gestaltung des Dienstplanungsprozesses. Dies führt nicht nur zu einer Zeitersparnis und geringeren Fehlerraten, sondern auch zu einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit durch eine transparente und gerechte Planung. Eine effiziente Planung und Organisation des Dienstplans ist entscheidend für das Gelingen eines reibungslosen Betriebsablaufs in der Gastronomie. Durch die Berücksichtigung dieser Aspekte können Sie sicherstellen, dass Ihr Team effektiv eingesetzt wird und sich gleichzeitig wertgeschätzt und einbezogen fühlt.
Kommunikation und Feedback für ein besseres Erstellen des Dienstplans

Eine effektive Kommunikation und das Einholen von Feedback sind zentrale Elemente für die erfolgreiche Erstellung und Umsetzung eines Dienstplans in der Gastronomie. Sie fördern nicht nur das Verständnis und die Akzeptanz des Dienstplans bei Ihren Mitarbeitern, sondern tragen auch zur kontinuierlichen Verbesserung des Planungsprozesses bei.
Transparente Kommunikation der Dienstpläne
- Rechtzeitige Bekanntgabe: Stellen Sie sicher, dass der Dienstplan rechtzeitig veröffentlicht wird, sodass Ihre Mitarbeiter ihre persönlichen Angelegenheiten entsprechend planen können.
- Klarheit und Zugänglichkeit: Der Dienstplan sollte klar und verständlich sein und allen Mitarbeitern leicht zugänglich gemacht werden, beispielsweise durch Aushänge oder digitale Plattformen.
Umgang mit Mitarbeiterfeedback und -beschwerden
- Offene Feedback-Kultur: Fördern Sie eine Kultur, in der Mitarbeiter sich frei fühlen, Feedback und Anregungen zum Dienstplan zu geben. Dies zeigt, dass Sie ihre Meinungen wertschätzen.
- Konstruktive Lösungsansätze: Gehen Sie auf Beschwerden und Anliegen Ihrer Mitarbeiter ein und suchen Sie gemeinsam nach Lösungen. Dies kann die Arbeitsmoral und das Teamgefühl stärken.
Regelmäßige Meetings und Besprechungen
- Team-Meetings: Nutzen Sie regelmäßige Team-Meetings, um den Dienstplan zu besprechen, Feedback einzuholen und kommende Veränderungen anzukündigen.
- Einzelfallbesprechungen: In bestimmten Situationen kann es sinnvoll sein, Einzelgespräche mit Mitarbeitern zu führen, um spezifische Bedürfnisse oder Probleme zu adressieren.
Feedback in die Planung und beim Dienstplan erstellen integrieren
- Lernprozess: Betrachten Sie Feedback als wertvolle Informationsquelle, um Ihren Planungsprozess kontinuierlich zu verbessern.
- Anpassungen vornehmen: Seien Sie bereit, basierend auf dem Feedback Anpassungen am Dienstplan vorzunehmen, um die Effizienz zu steigern und die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen.
Die Einbindung von Kommunikation und Feedback in den Prozess der Dienstplanerstellung ist essenziell, um eine positive Arbeitsatmosphäre zu schaffen und das Engagement Ihrer Mitarbeiter zu fördern. Ein offener Dialog und die Bereitschaft, auf Feedback zu reagieren, sind Schlüssel zum Aufbau eines starken und zufriedenen Teams in der Gastronomie.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum wöchentlichen Erstellen des Dienstplans in der Gastronomie

Bevor Sie beginnen, stellen Sie sicher, dass Sie sich über die rechtlichen Rahmenbedingungen (Arbeitszeitgesetze, Pausenregelungen etc.) und die Grundsätze der Fairness und Gleichbehandlung im Klaren sind. Diese sollten als feste Bestandteile in Ihren Planungsprozess integriert sein.
1. Schritt: Überprüfung der Personalverfügbarkeit (Anfang der Woche)
- Verfügbarkeitsabfragen aktualisieren: Sammeln Sie aktuelle Informationen über die Verfügbarkeit Ihrer Mitarbeiter für die kommende Woche. Achten Sie auf spezielle Anfragen wie Urlaubstage, Arzttermine oder persönliche Verpflichtungen, die die Verfügbarkeit der Mitarbeiter beeinflussen könnten.
- Flexibilität und Ausgleich suchen: Überlegen Sie, wie Sie flexibel auf diese Anfragen reagieren können, ohne dass der Betriebsablauf beeinträchtigt wird. Dies kann den Einsatz von Aushilfen oder das Verschieben von Schichten beinhalten.
- Besondere Anforderungen notieren: Notieren Sie sich besondere Anforderungen oder Wünsche der Mitarbeiter für die kommende Woche.
2. Schritt: Erstellen eines vorläufigen Dienstplans (Mitte der Woche)
- Stoßzeiten und Ereignisse berücksichtigen: Analysieren Sie die erwarteten Stoßzeiten für die kommende Woche und planen Sie entsprechend mehr Personal ein. Berücksichtigen Sie auch besondere Ereignisse, wie Caterings oder Veranstaltungen.
- Rahmenplan erstellen: Erstellen Sie einen Rahmenplan, der die Grundstruktur der Schichten (z.B. Früh-, Spät-, Nachtschicht) und die notwendige Anzahl an Mitarbeitern pro Schicht festlegt.
- Personalzuweisung: Weisen Sie Mitarbeiter ihren Fähigkeiten und Erfahrungen entsprechend zu. Stellen Sie sicher, dass in jeder Schicht ausreichend qualifiziertes Personal vorhanden ist.
- Gerechte Verteilung der Schichten: Achten Sie darauf, dass begehrte Schichten wie Frühdienste am Wochenende oder weniger beliebte Schichten wie Nachtschichten gerecht rotieren.
- Vorläufige Zuweisung: Nehmen Sie eine vorläufige Zuweisung von Mitarbeitern zu den Schichten vor, basierend auf ihrer Verfügbarkeit und den betrieblichen Anforderungen.
3. Schritt: Kommunikation und Feedback (Ende der Woche)
- Vorläufigen Plan kommunizieren: Teilen Sie den vorläufigen Dienstplan mit Ihrem Team und bitten Sie um Rückmeldungen, besonders bei eventuellen Konflikten oder Fehlern.
- Feedback-Sammlung: Geben Sie Ihren Mitarbeitern ein bis zwei Tage Zeit, um auf den Plan zu reagieren und Feedback zu geben.
4. Schritt: Finalisierung des Dienstplans (Ende der Woche)
- Feedback einarbeiten: Nehmen Sie notwendige Anpassungen auf Basis des Mitarbeiterfeedbacks vor.
- Endgültigen Plan veröffentlichen: Veröffentlichen Sie den finalen Dienstplan und stellen Sie sicher, dass er für alle Mitarbeiter zugänglich ist.
5. Schritt: Vorbereitung für die nächste Woche (Wochenende)
- Vorausschauende Planung: Beginnen Sie mit einer vorläufigen Planung für die übernächste Woche, basierend auf bekannten Faktoren wie regelmäßige Stoßzeiten oder wiederkehrende Ereignisse.
- Informationsaustausch: Ermutigen Sie Mitarbeiter, ihre Verfügbarkeit für die nächste Planungsperiode so früh wie möglich mitzuteilen.
Diese wöchentliche Anleitung zur Dienstplanerstellung stellt sicher, dass Sie einen effizienten und reaktionsschnellen Planungsprozess haben, der sowohl den betrieblichen Anforderungen gerecht wird als auch die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter berücksichtigt. Indem Sie regelmäßig Feedback einholen und in Ihre Planung integrieren, fördern Sie eine positive Arbeitsumgebung und Mitarbeiterzufriedenheit.
Best Practices und Tipps für das Erstellen des Dienstplans

Um einen erfolgreichen und gerechten Dienstplan zu erstellen, ist es hilfreich, bewährte Methoden und hilfreiche Tipps zu berücksichtigen. Diese können dabei helfen, die Effizienz zu steigern und die Zufriedenheit Ihres Teams zu fördern.
- Ausgewogene Schichtrotation: Nutzen Sie ein Rotationssystem für Schichten, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter gleichermaßen sowohl beliebte als auch weniger beliebte Schichten übernehmen.
- Berücksichtigung von Stoßzeiten, Urlaub, Weiterbildung, Berufsschule: Planen Sie mehr Personal während der Stoßzeiten ein, um Überlastung zu vermeiden und einen effizienten Service zu gewährleisten. Beachten Sie Ausfallzeiten durch Urlaub, Weiterbildung oder die Berufsschule bei Auszubildenden und planen Sie beim Erstellen des Dienstplans rechtzeitig Aushilfen ein.
- Frühzeitige Planung und Veröffentlichung: Geben Sie den Dienstplan so früh wie möglich heraus, um Ihren Mitarbeitern ausreichend Zeit für ihre persönliche Planung zu geben. Es gibt jedoch keine gesetzlichen Vorgaben für die Vorlaufzeit.
- Berücksichtigung von Mitarbeiterwünschen: Nehmen Sie, wo möglich, Rücksicht auf persönliche Wünsche und Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter, um deren Work-Life-Balance zu unterstützen.
- Einsatz von Planungssoftware: Nutzen Sie moderne Planungstools, um den Planungsprozess zu vereinfachen und Fehler zu minimieren.
- Regelmäßige Überprüfung und Anpassung: Überprüfen Sie den Dienstplan regelmäßig, um auf Veränderungen im Geschäftsbetrieb oder im Team reagieren zu können.
- Einbindung des Teams in die Planung: Binden Sie Ihr Team in den Planungsprozess ein, indem Sie Feedback einholen und berücksichtigen.
- Anerkennung und Belohnung: Zeigen Sie Anerkennung für gute Leistungen und bieten Sie Anreize für das Übernehmen von unpopulären Schichten.
Indem Sie diese Best Practices und Tipps befolgen, können Sie einen Dienstplan erstellen, der nicht nur die betrieblichen Anforderungen erfüllt, sondern auch zu einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit und einer starken Teamdynamik beiträgt. Ein gut durchdachter Dienstplan ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg Ihres Gastronomiebetriebs.
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FAQ Dienstplan erstellen
Beim Erstellen eines Dienstplans sollten Sie rechtliche Vorgaben wie Arbeitszeitgesetz, Pausenregelungen und Sonderregelungen für bestimmte Mitarbeitergruppen beachten. Zudem ist es wichtig, betriebliche Anforderungen, Mitarbeiterpräferenzen und eine gerechte Verteilung der Schichten zu berücksichtigen. Klare Kommunikation und Transparenz sind ebenfalls entscheidend.
Die Frist für die Veröffentlichung des Dienstplans variiert je nach Betriebsvereinbarung und Branche. In der Gastronomie ist es üblich, den Dienstplan mindestens zwei Wochen im Voraus bekannt zu geben. Dies gibt den Mitarbeitern genügend Zeit, ihre persönlichen Angelegenheiten zu planen.
Im Dienstplan dürfen keine Regelungen enthalten sein, die gegen gesetzliche Vorgaben verstoßen, wie zum Beispiel Überstunden, die über das gesetzlich zulässige Maß hinausgehen, oder die Nichteinhaltung von Ruhezeiten. Persönliche Informationen der Mitarbeiter, die nicht direkt mit der Schichtplanung zusammenhängen, sollten ebenfalls nicht aufgeführt werden, um die Datenschutzbestimmungen einzuhalten.
Die zulässige Frist für Änderungen am Dienstplan hängt von der Betriebsvereinbarung und den lokalen Gesetzen ab. Generell sollte der Arbeitgeber Änderungen so früh wie möglich kommunizieren. In der Regel wird ein Vorlauf von mindestens 24 Stunden als angemessen betrachtet, außer in Notfällen.
Es ist wichtig, Mitarbeiterwünsche nach Möglichkeit zu berücksichtigen, um die Arbeitszufriedenheit zu erhöhen. Dies kann durch regelmäßige Umfragen, Feedback-Gespräche oder durch Einbeziehung der Mitarbeiter in den Planungsprozess geschehen. Gleichzeitig muss aber sichergestellt sein, dass die betrieblichen Anforderungen erfüllt werden.
Moderne Planungssoftware kann den Prozess der Dienstplanerstellung erheblich vereinfachen. Sie ermöglicht eine effizientere Planung, vermeidet Planungsfehler und erleichtert die Kommunikation zwischen Management und Mitarbeitern. Außerdem können Mitarbeiter ihre Verfügbarkeiten und Präferenzen einfacher mitteilen.






