Rum erlebt eine Renaissance. Das liegt sowohl an bewährten Sorten als auch an bemerkenswerten Neuentwicklungen. Auf dem renommierten RumFest UK stellten Produzenten im Oktober 2023 interessante Neuerungen vor. Die Veranstaltung war gut besucht und wird auch 2024 wieder stattfinden. Kenner wissen: Rum hat viel zu bieten. Dank der erstaunlichen Vielfalt findet jeder seine Lieblingssorte.
Wissenswertes rund um die Rum-Herstellung
Die Ursprünge des Rums liegen in den Zuckerrohrplantagen der Karibik. Bei der Verarbeitung des Zuckerrohrs fällt Melasse an. Lange Zeit gilt sie als reines Abfallprodukt. Das ändert sich, als Arbeiter anfangen, aus vergorener Melasse ein Getränk herzustellen, das an Wein erinnert. Aus dieser Vorstufe lässt sich eine exquisite Spirituose destillieren: Rum. Bis heute ist Zuckerrohr die Gemeinsamkeit, die alle Rumvarianten aufweisen.
Zahlreichen Faktoren beeinflussen den Herstellungsprozess. Dazu gehören die Eigenheiten des verwendeten Zuckerrohrs, die Details des Destillationsvorgangs und die Lagerungsdauer. Unterschiedliche Bauweisen des Destillierapparats haben ebenso einen Einfluss wie das Material der Fässer oder das Klima, in dem der Rum reift.
Guten Rum kaufen – wichtige Produkteigenschaften
Wer einen guten, qualitätsvollen Rum kaufen möchte, findet eine breite Auswahl verschiedener Sorten. Ein wichtiger Faktor ist die Reifezeit. Erst wenn ein Rum über einen längeren Zeitraum reift, kann er ein komplexes Aroma entwickeln. Ab 3 Jahren darf er die Bezeichnung Alter Rum tragen. Sehr alter Rum ist 4 bis 5 Jahre alt. Ab 6 Jahren spricht man von extra altem Rum. Bei einem Verschnitt mehrerer Rumsorten wird in Europa das Alter der jüngsten Sorte genannt.
Der Alkoholgehalt der Spirituose variiert. In der Europäischen Union muss der Alkoholgehalt mindestens 37,5 % vol. betragen. Ausländische Sorten mit geringerem Gehalt dürfen nicht unter dieser Bezeichnung verkauft werden.
Brauner Rum, Weißer Rum, Goldener Rum: Das sind die Unterschiede
In Cocktail-Rezepten und Produktbeschreibungen ist häufig die Farbe des Rums zu finden. Die unterschiedlichen Rumvarianten unterscheiden sich in Bezug auf Aroma und Verwendungszweck. Einen Rückschluss auf das Alter lässt die Farbe nicht unbedingt zu. Denn Hersteller können die Färbung durch Zusätze beeinflussen.
Brauner Rum: Dunkle Rumsorten verdanken Farbe und Aroma der Lagerung in Holzfässern. Dieser kräftige Rum lässt sich pur genießen oder als Cocktailzutat verwenden.
Goldener Rum: Er schmeckt etwas leichter und fruchtiger als brauner Rum. Auch hier stammen Farbe und Aromen von Holzfässern.
Weißer Rum: Sein frischer, leichter Geschmack macht ihn zu einer idealen Cocktailzutat. Die Lagerzeit fällt vergleichsweise kurz aus. Oft reift er nicht in Holzfässern, sondern in Stahltanks.
Klassische Cocktails mit Rum
Rum ist eine wichtige Zutat für viele klassische Cocktails. Zu den beliebtesten gehören:
- Cuba Libre
- Daiquiri
- Long Island Ice Tea
- Mai Tai
- Mojito
- Piña colada
Wer Rum nicht als Cocktail, sondern pur oder leicht verdünnt bevorzugt, sollte auf die Temperatur achte. Die typischen Aromen können sich bei kalten Temperaturen nicht entfalten. Besser ist, Rum bei Zimmertemperatur zu genießen. Spezielle Rumgläser sorgen dafür, dass der aromatische Geruch der Spirituose gut zur Geltung kommt. Das führt zu einem intensiveren Geschmack beim Trinken.
