Schnelligkeit, körperliche Anstrengungen und vielsagende Abläufe prägen den Arbeitsalltag der Gastronomie. In Küche, Service und Organisation sind viele Fäden miteinander verwoben. Während die Gäste bewirtet werden, wird der Tisch gedeckt, die Speisen werden vorbereitet, die Geräte werden bedient, die Abläufe werden koordiniert. In den Stoßzeiten verdichtet sich das Geschehen deutlich.
Hieraus ergeben sich typische Gefahren, die wir im täglichen Betrieb oft nicht mehr beachten. Schnittverletzungen, Verbrennungen, Ausrutschen auf nassen Böden oder Stürzen beim Tragen schwerer Sachen sind die häufigsten Unfallursachen im Gastgewerbe. Für Gastronomen lohnt sich daher ein genauer Blick auf die Sicherheit im Betrieb und die persönliche Vorsorge.
Typische Verkehrsunfälle im Gastronomiealltag
Die gastronomischen Betriebe vereinigen in sich mehrere Arbeitsgebiete, die für sich jeweils besondere Gefahren mit sich bringen. In der Küche wird mit scharfen Messern, heißen Oberflächen und schweren Geräten gearbeitet. Herdplatten, Fritteusen oder Backöfen laufen auf hohe Temperaturen.
Ein Augenblick der Unachtsamkeit genügt, um sich zu verbrennen. Schnittverletzungen belegen ebenfalls einen der vorderen Plätze unter den Arbeitsunfällen. Der Umgang mit Messern, Aufschnittmaschinen oder Küchenmaschinen erfordert hier aufmerksames Arbeiten. Nach den Statistiken der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung gehören Verletzungen an Händen und Fingern zu den häufigsten meldepflichtigen Arbeitsunfällen im Gastgewerbe.
Im Servicebereich kommen andere Gefahren hinzu. Dort tragen die Mitarbeiter oft schwere Tabletts und eilen zwischen den Tischen auf zum Teil engen Laufwegen. Verschüttete Getränke und feuchte Stellen auf dem Fußboden erhöhen die Unfallgefahr durch Stürze. Diese wenigen Beispiele zeigen deutlich, dass Gastronomiebetriebe große Gefahrenquellen für Unfälle aller Art in sich bergen.
Zusammenarbeit von Arbeitsschutz und Prävention im Betrieb
Ein gut durchorganisierter Arbeitsschutz hilft, die Gefahren zu mindern. Dazu gehören klare Arbeitsabläufe, das Festlegen geeigneter Schutzmaßnahmen und die laufende Schulung der Mitarbeiter. Rutschfeste Bodenbeläge, Arbeitsschuhe, die für den jeweiligen Einsatz geeignet sind, und ergonomische Arbeitsplätze sind in vielen Betrieben selbstverständlich geworden.
Wartung und Pflege der Küchengeräte sind ebenso wie die ständige Überwachung der Maschinen und Geräte auf Verschleiß wichtig zur Unfallverhütung. Defekte Maschinen und nicht richtig gesicherte Arbeitsgeräte stellen zweifellos Gefahren her.
Eine sehr wichtige Sache ist die Unterweisung der Mitarbeiter. Neue Mitarbeiter sollten gleich zu Beginn mit den Sicherheitsbestimmungen bekanntgemacht werden. Hierzu zählt beispielsweise der richtige Umgang mit Messern, das sichere Tragen von Lasten oder der Umgang mit heißen Flüssigkeiten. Diese Maßnahmen verringern die Risiken deutlich. Trotzdem lassen sich Unfälle trotz aller Umsicht nicht völlig vermeiden.
Persönliche Absicherung für Selbständige
Viele Gastronomen sind selbständig bzw. führen ihren Betrieb als Unternehmer. Der Angestellte ist in der Regel durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt, für Selbständige gibt es diesen Schutz oft eingeschränkt oder gar nicht. Gerade bei längeren Ausfallzeiten können sich hier große Schwierigkeiten und Belastungen ergeben.
Ein Unfall kann nicht nur gesundheitliche Folgen haben, sondern auch den Betrieb durch Ausfall des Inhabers oder einer der leitenden Kräfte empfindlich stören. Es bleiben die Einnahmen aus und die Kosten laufen weiter.
Hier kann eine zusätzliche Absicherung notwendig oder nützlich sein.
Über eine private Unfallversicherung informieren wir Sie gerne, damit Sie wissen, wie Sie sich vor den finanziellen Folgen eines Dauerfolgers nach einem Unfall schützen können. Je nach Vertrag werden sowohl Invaliditätsleistungen als auch Geldzahlungen im Übergangsbereich oder bei der Inanspruchnahme von Rehabilitationsmaßnahmen gezahlt.
Wirtschaftliche Folgen von Arbeitsunfällen
Das persönliche Risiko von Arbeitsunfällen greift in Gastronomiebetrieben nicht nur die einzelne Mitarbeiterin und den Mitarbeiter an, sondern auch die Wirtschaftlichkeit des Betriebes. Fällt ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin kurzfristig aus, muss Ersatz organisiert werden. In einem kleinen Team wie in vielen Gastronomiebetrieben ist das mit Schwierigkeiten und zusätzlicher Belastung verbunden.
Auch zusätzliche Arbeit fällt an: Unfallmeldungen, Medizin und Organisation verschlingen kostbare Zeit. Schlimmstenfalls sind Arbeitsabläufe unterbrochen oder die Betriebsöffnungszeiten verändert.
Eine gesunde Mischung aus beidem, Prävention und Absicherung, ist also geboten. Sicherheitsbetrachtungen im Betrieb und persönliche Vorsorgemaßnahmen sind sinnvoll miteinander zu kombinieren.
Sicherheitskultur als Aufgabe der Unternehmensführung
Sicherheit im Betrieb stellt sich nicht von selbst ein. Sie ist Bestandteil der Unternehmenskultur. Werden die Sicherheitsregeln im Betrieb konsequent umgesetzt und werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv in die Gestaltung einbezogen, dann sinkt das Unfallrisiko.
Regelmäßige Gespräche über Arbeitsschutz, klare Zuständigkeit, offene Kommunikation über Risiken können dazu beitragen, dass das SiSicherheitsbewusstseinm Team zunimmt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind aufgefordert, mögliche Gefahren bereits dann anzusprechen, wenn sie nicht gravierend sind.
Bereits kleine organisatorische Änderungen können eine große Wirkung haben. Klare Laufwege, strukturierte Arbeitsbereiche, gut erreichbare Erste-Hilfe-Materialien erhöhen die Sicherheit im täglichen Arbeitsablauf.
Vorsorge als Teil nachhaltiger Betriebsführung
Der Gastronomiebetrieb fordert von der Betreiberin und dem Betreiber jeden Tag aufs neue volles Engagement, Organisationstalent und körperliche Gegenwart. Gleichzeitig ist die Arbeit im Betrieb mit typischen Risiken verbunden. Die Kombination von Prävention, geordneten Arbeitsabläufen und persönlicher Vorsorge ist der Schlüssel dazu, die Folgen möglicher Unfälle abzumildern.
Wer Sicherheit im Betrieb ernst nimmt, der schützt damit nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch die Stabilität des eigenen Betriebes. Langfristige Überlegungen sind deshalb ebenso auf betriebliche Sicherheitsmaßnahmen wie auch auf individuelle Vorsorgemaßnahmen gerichtet.
