Die Gastronomie hat eine harte Zeit hinter sich und es sieht so aus, dass das Jahr 2024 nicht weniger herausfordernd wird. Nachdem die Inflation viele Menschen von einem Restaurantbesuch abgehalten hat, kommt in diesem Jahr eine weitere Belastung hinzu.
Neue Ideen sind gefragt
In den letzten Jahren wurde die Gastronomie durch den ermäßigten Mehrwertsteuersatz entlastet. Nun erhebt der Staat wieder die normalen 19 Prozent. Sicherlich mussten Restaurantinhaber mit der Maßnahme rechnen. Viele hätten sich jedoch gewünscht, dass die Steuererhöhung nicht mitten in einer Krise erfolgt. In einer Zeit, in der die Menschen ohnehin zögern, Geld auszugeben, bedeutet sie eine Preiserhöhung zwölf Prozent. Kaum ein Gastronom wird es sich leisten können, die zusätzlichen Kosten selbst zu übernehmen.
Jammern verbessert die Situation jedoch nicht. Es müssen neue Lösungen her, welche den Gastronomiebetrieb auch bei sinkenden Gästezahlen profitabel halten. Da bei der Preisgestaltung kaum Spielraum besteht, muss zusätzlicher Umsatz generiert werden. Wenn freie Kapazitäten vorhanden sind, bietet sich beispielsweise ein Cateringservice an. Auf die Leistungen fallen übrigens weiterhin nur sieben Prozent Umsatzsteuer an.
Zu vielen Anlässen gehört eine professionelle Versorgung
Restaurantinhaber haben je nach der Größe der Küche die passenden Voraussetzungen, ihre Gerichte auch außer Haus zu verkaufen. Ein Catering in Hamburg für 100 Menschen könnte jedoch schnell die Kapazitäten sprengen. Hier haben professionelle Caterer ein Vorteil, denn die Speisen müssen zu einem bestimmten Zeitpunkt für die Lieferung bereit sein.
Für den Restaurantbesitzer ergibt sich hier möglicherweise in Konflikt mit den Erfordernissen des Betriebs eines Gastraums. Der Service am Gast darf unter dem Zusatzgeschäft nicht leiden. Zudem gibt es bei den Überlegungen noch einen anderen Aspekt zu beachten. Restaurants konkurrieren nicht nur gegen den etablierten Partyservice in Hamburg, sondern auch gegen die Metzger und Bäcker der Stadt. Gute Anbieter sind zudem in der Lage, kurzfristige Bestellungen abzuwickeln.
Vielfältiges Außer-Haus-Geschäft
Speisen außer Haus anzubieten, kann durchaus eine Lösung sein, dem Gästeschwund im eigenen Restaurant zu begegnen. Allerdings muss dafür ein klares Konzept entwickelt werden. Wer eine Hochzeitsgesellschaft mit einem Buffet beliefern möchte, muss am Samstag die Kapazitäten haben, dies neben dem Alltagsgeschäft zu bewältigen. Dabei ist zu beachten, dass das Angebot an Speisen den Geschmack eines großen Personenkreises abdecken muss. Dies erfordert Gerichte, die möglicherweise neben dem Angebot auf der Karte des Restaurants hergestellt werden müssen.
Das kann die Arbeitsabläufe für das Hauptgeschäft empfindlich stören. Ebenfalls ein Problem könnte sein, wenn ein Kunde gern ein Business-Catering für ein Meeting oder eine Firmenpräsentation benötigt. Hier könnte zusätzliches Personal erforderlich werden. Dies gilt auch, wenn der Kunde vor Ort Personal oder andere Dienstleistungen erfordert. Ist dies der Fall, steigt übrigens die Mehrwertsteuer auf 19 Prozent.
Ein interessantes Nebengeschäft
Das Außer-Haus-Geschäft kann für Restaurants eine interessante Einnahmequelle sein. Problemlos ist zumindest meistens möglich, die Gerichte von der Karte zum Mitnehmen anzubieten. Beim Catering hängt es von den Kapazitäten in der Küche ab. Hier gilt es, das richtige Maß zu finden. Es ist besser, auf einen Auftrag zu verzichten, als sich damit das Hauptgeschäft zu zerstören. Statt schlechte Bewertungen im Internet zu riskieren, ist es dann besser, ein Geschäft professionellen Caterern zu überlassen.
