Franchise bietet einen einfachen Weg, in die Gastronomie einzusteigen und zwar ganz ohne eigenes Konzept und ohne hohen Bekanntheitsdruck. Als Franchise-Nehmer profitieren Sie von einem erprobten Geschäftsmodell, festen Strukturen und einer etablierten Marke. Besonders für Quereinsteiger ist dies daher oft der einzige realistische Einstieg in die Selbstständigkeit.
Doch Franchise bedeutet nicht nur Chancen, sondern auch klare Vorgaben und finanzielle Verpflichtungen. Wer diese kennt und gut vorbereitet ist, kann mit einem Franchise-System schnell und planbar ein eigenes Lokal führen. In diesem Beitrag erhalten Sie alle wichtigen Informationen, um die richtige Entscheidung zu treffen.
Das Wichtigste zum Einstieg in ein Gastronomie-Franchise zusammengefasst
Ein Franchise bietet Ihnen einen planbaren Einstieg in die Gastronomie. Hier finden Sie die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
- Einstiegskosten: Je nach Konzept und Standort benötigen Sie zwischen 20.000 und 250.000 Euro Kapital.
- Laufende Gebühren: Sie zahlen meist 4–10 % Ihres Nettoumsatzes an den Franchise-Geber. Oft kommen noch Werbe- oder IT-Gebühren hinzu.
- Vertragslaufzeit: Die meisten Verträge laufen 5 bis 10 Jahre. Eine Verlängerung ist möglich, ein vorzeitiger Ausstieg dagegen schwierig.
- Vorteile: Sie profitieren von einer bekannten Marke, klaren Abläufen, umfassender Schulung und zentralem Marketing. Auch die Finanzierung fällt oft leichter.
- Risiken: Sie müssen Standards strikt einhalten, zahlen laufende Gebühren und tragen das volle finanzielle Risiko.
- Geeignet für: Menschen mit Organisationstalent, wirtschaftlichem Verständnis und Bereitschaft zur Systemtreue. Gastronomie-Erfahrung ist hilfreich, aber nicht zwingend nötig.
- Standort: Oft durch Gebietsschutz geregelt. Der Franchise-Geber bestimmt mit, wo Sie eröffnen dürfen.
- Zeitaufwand bis zur Eröffnung: Vom Erstkontakt bis zur Eröffnung vergehen meist 4 bis 12 Monate.
- Förderung: KfW-Kredite, Gründerzuschuss und weitere Programme sind nutzbar – bei solidem Businessplan.
Was bedeutet Franchise in der Gastronomie konkret?
Ein Franchise-System basiert auf einem klaren Vertrag: Der Franchise-Geber stellt ein erprobtes Geschäftskonzept, die Marke und das Know-how zur Verfügung. Im Gegenzug zahlt der Franchise-Nehmer dafür eine Einstiegsgebühr und regelmäßige Lizenzgebühren. Diese Gebühren liegen je nach System zwischen 4 und 10 Prozent des monatlichen Nettoumsatzes.
Sie übernehmen als Franchise-Unternehmen also nicht nur die Speisekarte und das Marketing, sondern auch die Standards beim Einkauf, der Personalführung und den Betriebsabläufen. Das Ziel: Alle Standorte sollen gleich auftreten und das gleiche Qualitätsniveau bieten.
In der Gastronomie dominieren dabei drei Arten von Franchise-Konzepten:
- Fast-Food-Ketten wie McDonald’s, Burger King oder Subway
- Bäckerei- und Café-Ketten wie Kamps oder BackWerk
- Systemgastronomie mit Bedienung, z. B. L’Osteria oder Vapiano
Jedes System bringt eigene Regeln und Anforderungen mit. Während Fast-Food-Ketten oft kleinere Investitionen pro Standort erfordern, verlangen bediente Konzepte höhere Startkosten, dafür aber oft mit höherer Marge pro Gast.
Ein Franchise-Vertrag läuft in der Regel 5 bis 10 Jahre. Danach können Sie ihn verlängern oder aussteigen. Viele Franchise-Geber sichern ihren Standort durch einen Gebietsschutz ab . Das heißt: Kein zweiter Franchise-Nehmer darf in Ihrer direkten Umgebung eröffnen.
Damit bietet ein Franchise-System Sicherheit, aber auch wenig Raum für eigene Ideen. Wer als selbstständiger Gastronom experimentieren möchte, sollte sich genau überlegen, ob Franchise der richtige Weg ist.
Statistiken zum Franchisemarkt aus dem Bereich Gastronomie
„Jeweils 20 % der Franchisesysteme sind im Handel sowie in der Gastronomie tätig – zwei traditionell starke Säulen des Franchisings, die besonders durch ihre Kundennähe und Skalierbarkeit geprägt sind.“ Quelle: Deutscher Franchiseverband (2024)
190
25.000
32.000
Wie eine Studie der Deutschen Bahn feststellte, stieg der Umsatz der Franchisingbranche zwischen 1995 und 2006 um jährlich 11 %. Seither verlangsamte sich das Wachstum, wie das jährliche Franchise Barometer des Deutschen Franchise-Verbandes ergab.
🟩 Vorteile eines Franchise-Konzepts für Einsteiger
Wenn Sie in die Gastronomie starten, stehen Sie vor vielen Herausforderungen: Konzeptentwicklung, Standortwahl, Gästegewinnung, Personalaufbau. Ein Franchise-System nimmt Ihnen vieles davon ab. Es bietet Ihnen ein erprobtes Gesamtpaket, das Sie direkt übernehmen können. So starten Sie planbar, kalkulierbar und mit weniger Risiko.
Die wichtigsten Vorteile im Überblick:
- Bekannte Marke sorgt für Gästevertrauen:
Sie profitieren vom Namen, den Ihre Gäste schon kennen und schätzen. Das senkt die Hürde für einen ersten Besuch. - Erprobte Abläufe sparen Zeit und Geld:
Vom Rezept bis zur Schichtplanung ist alles standardisiert. Sie müssen das Rad nicht neu erfinden. - Professionelle Schulungen für Sie und Ihr Team:
Sie erhalten vor der Eröffnung und im laufenden Betrieb Schulungen. So sind Sie bestens vorbereitet. - Marketing und Werbung übernimmt die Zentrale:
Sie profitieren von zentralen Kampagnen, Social Media und Werbemitteln – und das ohne eigene Agentur. - Hilfe bei Standortsuche und Eröffnung:
Viele Franchise-Geber unterstützen aktiv bei der Standortwahl, Mietvertragsprüfung und dem Ladenbau. - Bessere Chancen auf Finanzierung:
Banken bewerten Franchise-Betriebe oft als sicherer, da das Konzept am Markt bereits funktioniert. - Planbare Kosten durch klare Vorgaben:
Sie wissen genau, welche Investitionen nötig sind. Versteckte Kosten gibt es selten. - Stetige Unterstützung im Alltag:
Ein fester Ansprechpartner hilft bei Problemen. Zudem profitieren Sie vom Erfahrungsaustausch mit anderen Franchise-Nehmern.
Mit einem Franchise sparen Sie sich viele Anfangsfehler. Sie konzentrieren sich auf das, was zählt: zufriedene Gäste und einen gut laufenden Betrieb.
🟨 Herausforderungen und Risiken für Franchise-Nehmer
Ein Franchise bietet viele Vorteile – aber es gibt auch klare Grenzen. Diese sollten Sie kennen, bevor Sie investieren. Denn nicht jeder ist der Typ für ein Franchise-System. Wer frei entscheiden will, was auf den Tisch kommt, wird damit nicht glücklich. Wer hingegen ein planbares Geschäft sucht, kann hier erfolgreich werden.
Die wichtigsten Herausforderungen im Überblick:
- Kaum Spielraum für eigene Ideen:
Sie müssen das Konzept exakt umsetzen. Eigene Rezepte, neue Produkte oder eigene Werbeideen sind meist nicht erlaubt. - Laufende Gebühren senken Ihren Gewinn:
Neben der Einstiegssumme zahlen Sie regelmäßig Lizenzgebühren. Diese werden zumeist vom Umsatz berechnet und nicht vom Gewinn. Dazu kommen Werbekosten und ggf. Abgaben für zentralen Einkauf. - Verträge binden Sie langfristig:
Franchise-Verträge laufen überwiegend mehrere Jahre. Ein früher Ausstieg ist schwer und oft teuer. - Standortwahl ist oft eingeschränkt:
Der Franchise-Geber bestimmt, wo Sie eröffnen dürfen. Bestehende Standorte haben Vorrang, selbst wenn Sie einen besseren Ort kennen. - Erfolg hängt vom Franchise-Geber ab:
Schwächelt die Marke, leidet Ihr Geschäft mit. Preissteigerungen, schlechte Presse oder Änderungen am Konzept treffen alle Franchise-Nehmer gleichzeitig. - Fremdbestimmung im Tagesgeschäft:
Einkauf, Lieferanten, Preise – vieles ist festgelegt. Sie setzen um, statt zu entscheiden. - Finanzielles Risiko bleibt bei Ihnen:
Trotz klarer Vorgaben tragen Sie alle wirtschaftlichen Risiken. Verluste gehen zu Ihren Lasten. Der Franchise-Geber haftet hingegen nicht.
Ein Franchise kann sehr erfolgreich sein, zumindest wenn Sie bereit sind, klare Regeln einzuhalten. Wer sich hingegen unternehmerische Freiheit wünscht, sollte genau prüfen, ob Franchise wirklich zu ihm passt.
Welche Voraussetzungen sollten Sie mitbringen?
Ein Franchise-System nimmt Ihnen viele Entscheidungen ab, doch es ersetzt keine Unternehmerqualitäten. Damit Ihr Betrieb läuft, müssen Sie im Alltag führen, planen und steuern. Besonders wichtig: Sie arbeiten nicht am Herd, sondern am Unternehmen.
Folgende Eigenschaften und Kenntnisse sollten Sie mitbringen:
- Betriebswirtschaftliches Grundwissen:
Sie müssen Umsatz, Kosten und Gewinn im Blick behalten. Grundlagen der Buchhaltung, Kalkulation und Steuer sollten Sie verstehen oder sich aneignen. - Organisationstalent und Führungsstärke:
Sie leiten Ihr Team, planen Schichten und lösen Konflikte. Auch bei Stress müssen Sie klar und fair handeln. - Disziplin und Systemtreue:
Franchise lebt von einheitlicher Qualität. Wer Vorgaben ignoriert, riskiert Ärger mit dem Franchise-Geber und zudem unzufriedene Gäste. - Kundenorientierung:
Freundlichkeit, Servicegedanke und Kommunikationsstärke sind Pflicht. Sie sind Gastgeber und Unternehmer zugleich. - Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen:
Sie tragen das finanzielle Risiko. Fehler beim Personal, Einkauf oder Marketing kosten schnell Geld. - Gastronomie-Erfahrung: Vorteil, aber kein Muss:
Viele Franchise-Nehmer sind Quereinsteiger. Entscheidend ist Ihre Lernbereitschaft und Ihr Wille, den Betrieb im Griff zu haben. - Kapital für den Einstieg:
Je nach Konzept benötigen Sie zwischen 20.000 und 250.000 Euro Startkapital. Banken erwarten zudem oft eine Eigenkapitalquote von 20–30 %.
Wenn Sie diese Voraussetzungen erfüllen, haben Sie gute Chancen, mit einem Franchise erfolgreich zu starten. Fehlt Know-how, helfen Schulungen. Eine gewisse Begeisterung für den Beruf müssen Sie jedoch selbst mitbringen.
Auswahl des passenden Franchise-Systems: Was zählt wirklich?
Die Wahl des richtigen Franchise-Konzepts entscheidet über Ihren Erfolg. Sie sollten sich Zeit nehmen, um Markt, Standort und Franchise-Geber genau zu prüfen. Nicht jedes Konzept passt zu jedem Ort und nicht jeder Franchise-Geber arbeitet professionell. Gehen Sie bei der Auswahl systematisch vor.
Standortanalyse: Bedarf und Konkurrenz prüfen
Untersuchen Sie, welche Gastronomiebetriebe es in Ihrem Zielgebiet bereits gibt. Gibt es bereits fünf Bäckereien oder Fast-Food-Filialen, sollten Sie überlegen, ob wirklich Platz für eine weitere besteht. Achten Sie auch auf das Gästeaufkommen, Mietpreise und das Umfeld. Ein gutes Konzept funktioniert nur am passenden Standort.
Wirtschaftlichkeit des Franchise-Systems bewerten
Lassen Sie sich konkrete Zahlen zeigen: Wie hoch sind Umsatz, Gewinn und laufende Kosten vergleichbarer Standorte? Welche Investitionssumme ist nötig? Seriöse Franchise-Geber legen ihre Kalkulation offen. Prüfen Sie auch, wie hoch die laufenden Gebühren sind – und wie sich diese auf Ihren Gewinn auswirken.
Erfahrungen anderer Franchise-Nehmer einholen
Sprechen Sie mit bestehenden Franchise-Nehmern. Fragen Sie konkret nach dem Alltag, der Zusammenarbeit mit dem Franchise-Geber und dem wirtschaftlichen Erfolg. Ehrliche Erfahrungsberichte helfen Ihnen, das System realistisch einzuschätzen.
Vertrag professionell prüfen lassen
Lassen Sie den Franchise-Vertrag von einem Fachanwalt prüfen. Achten Sie besonders auf Kündigungsfristen, Gebühren, Gebietsrechte und Investitionspflichten. Versteckte Kosten oder unfaire Klauseln können später teuer werden.
Persönliche Eignung mit dem System abgleichen
Passt das Franchise zu Ihren Fähigkeiten und Zielen? Wenn Sie gerne kreativ arbeiten oder eigene Rezepte entwickeln möchten, sind stark standardisierte Systeme ungeeignet. Wenn Sie jedoch klare Strukturen schätzen, kann das Konzept ideal für Sie sein.
Einstiegskosten und Umsatzpotenzial vergleichen
Erstellen Sie eine einfache Gegenüberstellung: Welche Summe müssen Sie investieren, und wie hoch kann der erwartete Monatsumsatz ausfallen? Planen Sie realistisch, auch mit möglichen Anlaufverlusten in den ersten Monaten.
Praxisbeispiel: So läuft der Einstieg in ein Franchise ab
Der Weg zum eigenen Franchise-Betrieb folgt einem klaren Ablauf. Wer sich gut vorbereitet und alle Schritte systematisch durchläuft, kann schon nach wenigen Monaten eröffnen. Wichtig ist: Lassen Sie sich bei keinem Schritt unter Druck setzen. Jeder Vertrag und jede Entscheidung verdient Sorgfalt.
Schritt für Schritt zum Franchisepartner
- Auswahl und Bewerbung beim Franchise-Geber
Zunächst wählen Sie ein System aus, das zu Ihnen passt. Danach fordern Sie Informationsmaterial an und reichen Ihre Bewerbungsunterlagen ein. Dazu gehören meist ein Lebenslauf, ein Nachweis über Ihr Eigenkapital und eine erste Standortidee.
- Persönliche Gespräche und Bonitätsprüfung
Der Franchise-Geber prüft Ihre Eignung. In einem persönlichen Gespräch geht es um Ihre Motivation, Ihre finanziellen Mittel und Ihre Führungserfahrung. Parallel prüft man Ihre Bonität. Ziel ist, sicherzustellen, dass Sie als Franchise-Nehmer geeignet sind.
- Vertragsverhandlung und Finanzierung
Nach erfolgreicher Prüfung erhalten Sie den Franchise-Vertrag zur Durchsicht. Lassen Sie diesen juristisch prüfen. Parallel klären Sie die Finanzierung. Banken verlangen meist einen fundierten Businessplan. Hierbei hilft Ihnen der Franchise-Geber mit Zahlen und Konzepten.
- Schulung und Einarbeitung
Bevor Sie eröffnen, durchlaufen Sie eine Schulung. Diese kann mehrere Wochen dauern. Sie lernen alle Abläufe, das Kassensystem, Hygienevorgaben und Führungsinstrumente kennen. Auch Ihr zukünftiges Team wird teilweise geschult.
- Standortumbau und Eröffnung
Ihr Standort wird passend zum Franchise-Konzept umgebaut. Dabei erhalten Sie Unterstützung durch Planer und Handwerker, die mit dem Franchise vertraut sind. Nach Abschluss folgt die Eröffnung, oft mit zentral geplanter Marketingaktion.
- Laufender Betrieb mit Support
Nach der Eröffnung stehen Ihnen Ansprechpartner zur Seite. Sie erhalten regelmäßige Besuche, Feedback und Hilfe bei Fragen. Oft gibt es auch Netzwerktreffen mit anderen Franchise-Nehmern. So bleiben Sie nie allein im Alltag.
Mit einem klar strukturierten Ablauf ermöglicht Franchise den schnellen und sicheren Einstieg in die Gastronomie. Planung, Schulung und Unterstützung sorgen dafür, dass auch Quereinsteiger erfolgreich starten können.
Fazit: Lohnt sich Franchise als Einstieg in die Gastronomie?
Ein Franchise kann Ihnen den Weg in die Gastronomie stark erleichtern. Sie profitieren von einer bekannten Marke, einem erprobten System und professioneller Unterstützung. Das senkt die Einstiegshürden, besonders für Menschen ohne gastronomische Erfahrung.
Wenn Sie zuverlässig arbeiten, gerne führen und klare Regeln akzeptieren, bietet Ihnen Franchise einen sicheren Rahmen. Sie müssen sich nicht um Rezepte, Marketing oder Lieferanten kümmern, sondern konzentrieren sich auf den Betrieb und Ihre Gäste.
Allerdings: Franchise ist nichts für kreative Köpfe, die ihr eigenes Konzept umsetzen wollen. Es ist auch keine Garantie für Erfolg. Sie tragen das volle finanzielle Risiko und müssen hohe Anfangsinvestitionen stemmen. Zudem schränken Gebühren und Vertragsbindung Ihre unternehmerische Freiheit ein.
Wer realistisch plant, den passenden Standort findet und sich mit dem Franchise-Geber gut versteht, kann langfristig erfolgreich sein. Viele Franchise-Nehmer bleiben ihrem System jahrelang treu. Andere nutzen die gesammelte Erfahrung später für den Sprung in die eigene Gastronomie.
Wichtig ist: Prüfen Sie alle Angebote genau. Sprechen Sie mit anderen Betreibern, rechnen Sie konservativ und lassen Sie sich vor allem juristisch beraten. So vermeiden Sie teure Fehler und treffen eine fundierte Entscheidung für oder gegen ein Franchise-System.
FAQ zu Franchise in der Gastronomie
Welche Kosten entstehen beim Einstieg in ein Franchise?
Die Einstiegskosten variieren stark. Je nach Konzept liegen sie zwischen 20.000 und 250.000 Euro. Dazu kommen monatliche Gebühren. Diese betragen oft 4–10 % des Nettoumsatzes. Einige Franchise-Geber verlangen zusätzlich Werbeabgaben oder Gebühren für Schulungen und IT-Systeme. Klären Sie alle Kosten vor Vertragsunterzeichnung genau.
Wie lange dauert es von der Bewerbung bis zur Eröffnung?
In der Regel dauert der gesamte Prozess 4 bis 12 Monate. Nach der Bewerbung folgen Gespräche, Vertragsverhandlungen und die Finanzierung. Der Standort muss gefunden und umgebaut werden. Parallel läuft die Schulung. Verzögerungen entstehen oft durch Bauarbeiten oder lange Genehmigungsprozesse.
Kann ich als Franchisenehmer später mein eigenes Restaurant eröffnen?
Ja, aber meist erst nach Vertragsende. Während der Vertragslaufzeit dürfen Sie keine eigene Gastronomie betreiben, die dem Franchise ähnelt. Auch nach dem Ausstieg bestehen oft Wettbewerbsklauseln. Diese regeln, wie lange Sie nicht in direkter Konkurrenz auftreten dürfen. Lassen Sie sich hierzu beraten.
Was passiert, wenn das Franchise nicht funktioniert?
Sie tragen das volle unternehmerische Risiko. Wenn der Betrieb nicht läuft, müssen Sie dennoch Gebühren zahlen. Kündigen Sie frühzeitig, können hohe Vertragsstrafen folgen. Viele Franchise-Geber bieten jedoch Unterstützung an, etwa durch Beratung oder Standortwechsel. Im schlimmsten Fall bleibt Ihnen nur der Verkauf an einen neuen Franchise-Nehmer. Klären Sie vorab, ob dies möglich ist.
Bild: © istock.com/simonkr
Quellen
- Deutscher Franchiseverband (2024): FRANCHISEWIRTSCHAFT 2024 – Entwicklungen, Herausforderungen, Ausblicke, https://www.franchiseverband.com/fileadmin/user_upload/Statistik/Franchisewirtschaft_2024_Studie.pdf, abgerufen 02.08.2025
- Deutscher Franchiseverband (2023): Statistik 2022: Robuste Franchisewirtschaft bei gedämpfter Stimmungslage, https://www.franchiseverband.com/blog/2023/01/23/statistik-2022-robuste-franchisewirtschaft-bei-gedaempfter-stimmungslage, abgerufen 02.08.2025
- Deutsche Unternehmerbörse: Mit Franchise in die Selbstständigkeit, https://www.dub.de/franchise/, abgerufen 02.08.2025
