Trockeneis wird in der Gastronomie und einigen anderen Branchen häufig verwendet – zum Kühlen von Lebensmitteln, für Showeffekte an der Bar oder für die Zwischenlagerung empfindlicher Ware. Dabei birgt es gleich mehrere Risiken: Kontakt mit Haut und Augen kann zu Erfrierungen führen, in schlecht belüfteten Räumen droht CO₂-Ansammlung. Mit dieser Betriebsanweisung sensibilisieren Sie Ihr Team für den sicheren Umgang.
🟤 Was Sie mit der Betriebsanweisung Vorlage (gem. § 14 GefStoffV) für den Umgang mit Trockeneis machen können:
- Gefahren aufzeigen: Erfrierungen durch Hautkontakt, Erstickungsgefahr in geschlossenen Räumen.
- Schutzmaßnahmen festlegen: Handschuhe und Schutzbrille tragen, nur in belüfteten Bereichen arbeiten.
- Verhalten im Notfall erklären: Haut sofort mit lauwarmem Wasser behandeln, Raum lüften, Notruf absetzen.
- Lagerung regeln: Nur in geeigneten Behältern, nicht in dicht verschlossenen Gefäßen lagern (Explosionsgefahr).
- Entsorgung definieren: Reste langsam im Freien verdampfen lassen, nie in Abflüsse geben.
🟤 Funktionen und Vorteile unserer PDF-Vorlage
- Einfach nutzbar: Ausdrucken, aushängen, sofort einsetzen.
- Verbindlich: Klare Regeln, die jeder Mitarbeiter sofort versteht.
- Übersichtlich: Alle Gefahren und Maßnahmen zu Trockeneis auf einer Seite.
- Praxisnah: Passend für Küche, Bar, Catering und Eventgastronomie.
🟤 Praxisbeispiele
Ein Barkeeper berührt Trockeneis mit bloßen Händen beim Befüllen eines Cocktailglases. Er erleidet Erfrierungen an den Fingern. Durch die Betriebsanweisung wird das gesamte Team daran erinnert, stets Schutzhandschuhe zu tragen.
Ein anderes Beispiel: In einem kleinen Lagerraum lagert ein Restaurant mehrere Kilo Trockeneis in einer geschlossenen Box. Das verdampfende CO₂ sammelt sich im Raum. Ein Mitarbeiter klagt über Schwindel. Dank der Betriebsanweisung reagiert das Team richtig: Raum sofort lüften und die Box künftig nur in belüfteten Bereichen nutzen.
🟤 Betriebsanweisungs-Vorlage für den Umgang mit Trockeneis kostenlos herunterladen
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🟤 Profi-Tipp
Verwenden Sie für den Transport von Trockeneis immer isolierte, aber nicht luftdicht verschlossene Behälter. So bleibt das Eis länger stabil, ohne dass sich gefährlicher Überdruck bildet. Weisen Sie Ihr Team darauf hin, dass Trockeneis nie in engen Kühlräumen oder Kisten ohne Belüftung gelagert werden darf.
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⚪ Trockeneis richtig einsetzen – Sicherheit in Küche und Bar
Trockeneis hat in der Gastronomie viele Vorteile. Es kühlt Lebensmittel ohne Rückstände, erzeugt spektakuläre Effekte an der Bar und eignet sich hervorragend für Caterings. Doch genau diese Vielseitigkeit macht es gefährlich, wenn es falsch eingesetzt wird.
Der größte Risikofaktor ist der direkte Hautkontakt. Trockeneis hat eine Temperatur von etwa –78 °C. Schon ein kurzer Kontakt kann schwere Erfrierungen verursachen. Mitarbeiter müssen daher immer Schutzhandschuhe tragen. Auch Schutzbrillen sind sinnvoll, um Augen vor Spritzern zu schützen.
Eine weitere Gefahr liegt in der CO₂-Entwicklung beim Verdampfen. Trockeneis geht ohne flüssige Phase direkt in Gas über. In geschlossenen Räumen steigt die Konzentration schnell an. Schon wenige Kilo Trockeneis können die Atemluft in einem kleinen Lagerraum verdrängen. Deshalb gilt: Nie in engen, unbelüfteten Räumen einsetzen und Reste immer im Freien verdampfen lassen.
Auch bei der Lagerung sind Regeln wichtig. Trockeneis darf nicht in dicht verschlossenen Behältern lagern, da sich beim Verdampfen Überdruck bildet. Spezielle Thermoboxen sind hier die richtige Wahl. Diese halten die Temperatur stabil und lassen trotzdem genügend Gas entweichen.
Im Servicebereich sollten Mitarbeiter besonders geschult sein. Gäste dürfen Trockeneis niemals direkt berühren oder verschlucken. Das bedeutet: Eisstücke gehören nicht lose in Getränke oder Speisen, sondern müssen immer so verarbeitet sein, dass kein direkter Kontakt entsteht. Ein klarer Hinweis in der Betriebsanweisung schützt Gäste und Team gleichermaßen.
Ein letzter wichtiger Punkt ist die Entsorgung. Übrig gebliebenes Trockeneis darf nicht in den Ausguss oder in geschlossenen Behältern entsorgt werden. Lassen Sie es stattdessen langsam im Freien verdampfen. So entsteht keine Gefahr durch Druck oder Gasansammlung.
🟤 FAQ: Die wichtigsten Fragen zu Trockeneis
Ja, aber nur indirekt. Trockeneis darf nicht lose im Glas landen. Es muss so eingesetzt werden, dass kein direkter Kontakt für Gäste möglich ist.
Nein. Trockeneis darf nicht in geschlossenen Gefriergeräten aufbewahrt werden, da beim Verdampfen Überdruck entsteht.
Je nach Isolierung verdampfen 5–10 kg innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Daher nur bei Bedarf kaufen und sofort verbrauchen.
Sofort betroffene Hautpartien mit lauwarmem Wasser erwärmen (nicht heiß). Anschließend einen Arzt aufsuchen.
Als PSA empfiehlt sich beim Umgang mit Trockeneis: Wärmeisolierende Handschuhe, Schutzbrille und geschlossene Kleidung. Bei größeren Mengen ist eine gute Belüftung notwendig.
Fazit
Trockeneis ist ein nützliches Werkzeug in Gastronomie und Eventbereich, bringt aber auch Risiken mit sich. Mit klaren Regeln zu Lagerung, Handhabung und Entsorgung schützen Sie Mitarbeiter und Gäste zuverlässig. Die Betriebsanweisung hilft, diese Vorgaben konsequent umzusetzen und im Alltag präsent zu halten.
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🟤 Quellen
- Gesetze im Internet: Gefahrenstoffverordnung: https://www.gesetze-im-internet.de/gefstoffv_2010/__14.html, abgerufen am 30.08.2025
- BGN Branchenwissen: https://bgn-branchenwissen.de/, abgerufen am 30.08.2025
- BGN: Grundsätze der Prävention: https://www.bgn.de/praevention-arbeitshilfen/praxishilfen-service/vorschriften-und-arbeitssicherheitsinformationen/unfallverhuetungsvorschriften/DGUV-Vorschrift-1.pdf, abgerufen am 30.08.2025
- DGUV: Tätigkeiten mit Trockeneis Broschüre: https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/4618, abgerufen am 30.08.2025









