Leitern und Tritte gehören in Gastronomie, Hotellerie und allen anderen Betrieben zum Alltag, sei es beim Einräumen von Regalen, beim Putzen oder beim Arbeiten in Lagerräumen. Gleichzeitig zählen aber auch Stürze von Leitern zu den häufigsten Arbeitsunfällen. Pro Jahr ereignen sich folglich etwa 20.000 Unfälle mit Leitern. Mit dieser Betriebsanweisung geben Sie Ihrem Team dementsprechend klare Vorgaben für den sicheren Einsatz und reduzieren so das Risiko von Stürzen, langen Krankheitsausfällen und hohen Kosten.
Bitte beachten Sie: Eine Betriebsanweisung ist laut § 14 GefStoffV (Gefahrenstoffverordnung) für alle Betriebe Pflicht und unterstützt zudem Ihre betrieblichen Arbeitsschutzmaßnahmen.
🟤 🔵 Was Sie mit der Betriebsanweisung Vorlage (gem. § 14 GefStoffV) für den Umgang mit Leitern und Tritten genau machen können:
- Gefahrenquellen aufzeigen: Sturzrisiken, falsches Aufstellen, defekte Leitern oder rutschige Böden
- Nutzungspflicht erklären: Nur intakte Leitern und Tritte verwenden, niemals auf Stühle oder improvisierte Hilfsmittel steigen
- Verhalten im Notfall darlegen: Unfall sofort melden, Erstversorgung einleiten, Arbeitsplatz sichern
- Pflege erwähnen: Leitern regelmäßig prüfen, beschädigte Modelle aussortieren
🟤 🔵 Funktionen und Vorteile unserer PDF-Vorlagen
- Unfallprävention: Klare Regeln vermeiden Stürze und Verletzungen
- Praxisgerecht: Auf die typischen Abläufe in Gastronomie und Lager zugeschnitten
- Schnell einsatzbereit: Vorlage ausdrucken, aushängen und direkt nutzen
- Hohe Akzeptanz: Verständlich formuliert und für alle Mitarbeiter leicht umsetzbar
🟤 🔵 Praxisbeispiele
Eine Mitarbeiterin möchte im Lager Gläser aus dem obersten Regal nehmen. Statt einen Tritt zu nutzen, steigt sie auf einen Stuhl und verliert das Gleichgewicht. Das Resultat ist ein Sturz mit einer Handverletzung. Mit dem Einsatz eines geprüften Tritts wäre dieser Unfall vermeidbar gewesen.
Ein anderes Beispiel: Ein Koch verwendet eine alte Leiter, deren Stufen bereits locker sind. Während der Arbeit bricht eine Stufe und er verletzt sich am Fuß. Dank der Betriebsanweisung weiß das Team nun: Defekte Leitern müssen sofort ausgetauscht werden, und dürfen folgerichtig nicht mehr benutzt werden.
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🟤 🔵 Profi-Tipp
Stellen Sie in allen Lagerräumen geprüfte Tritte oder Leitern bereit. So vermeiden Sie, dass Mitarbeiter improvisieren und auf Stühle steigen. Markieren Sie defekte Leitern sofort mit einem deutlichen „Außer Betrieb“-Hinweis, bis sie entsorgt oder repariert sind.
Ein zusätzlicher Tipp für Sie: Schulen Sie Ihr Team regelmäßig, wie Leitern korrekt aufgestellt und gesichert werden. Viele Unfälle passieren nicht durch defekte Leitern, sondern durch falsche Handhabung.
🟤 Weitere Muster für Betriebsanweisungen zum Download
🟤 🔵 Wirtschaftliche Folgen von Unfällen durch Leitern und Tritte
Stürze von Leitern gehören zu den häufigsten Arbeitsunfällen in Gastronomie und Hotellerie. Viele Betriebe unterschätzen jedoch die enormen wirtschaftlichen Folgen. Jeder Unfall bedeutet nicht nur körperliche Schäden für den Mitarbeiter, sondern auch erhebliche finanzielle Belastungen für den Betrieb.
In 35 % der Fälle dauert die Arbeitsunfähigkeit nach einem Leiterunfall mindestens eine Woche. In über 20 % der Fälle fallen Mitarbeiter sogar länger als vier Wochen aus. Rund 2 % der Unfälle führen zu Ausfällen von über einem halben Jahr. Jeder Ausfall verursacht hohe Kosten, zusätzliche Belastungen im Team und gefährdet den reibungslosen Betriebsablauf.
Durchschnittlich dauert demnach die Arbeitsunfähigkeit nach einem Leiterunfall rund 14 Tage. Schon dieser Zeitraum verursacht direkte Kosten (Kosten pro Tag 128 € und 200 €) von 1.785 € bis 2.790 €, abhängig von den kalkulierten Tagessätzen. Hinzu kommen indirekte Kosten, etwa für die Organisation von Ersatzpersonal, Überstunden im Team oder Ausfälle bei Service und Küche.
Ein Beispiel: Fällt ein erfahrener Koch für zwei Wochen aus, steigt die Belastung für die übrigen Mitarbeiter erheblich. Oft sinkt dadurch die Qualität der Abläufe, Gäste warten länger und Umsätze gehen zurück. Diese verdeckten Verluste sind in den Kostenberechnungen kaum berücksichtigt, treffen die Betriebe aber spürbar.
Die Lösung ist vergleichsweise einfach: Klare Regeln für den Einsatz von Leitern und Tritten aufstellen, regelmäßige Unterweisungen machen und der Verzicht auf improvisierte Hilfsmittel wie Stühle, Kisten oder Hocker. Jeder verhinderte Unfall spart bares Geld und schützt gleichzeitig Gesundheit und Betriebsklima.
🟤 🔵 FAQ: Die wichtigsten Fragen zu Leitern und Tritten
Für die Gastronomie eignen sich geprüfte Stehleitern und stabile Tritte. Sie müssen den gültigen Normen entsprechen und regelmäßig geprüft werden.
Leitern und Tritte sollten mindestens einmal jährlich geprüft werden. Bei sichtbaren Schäden oder lockerem Stand müssen sie sofort aus dem Betrieb genommen werden.
Nein, Stühle oder Kisten dürfen nicht als Aufstiegshilfe verwendet werden. Sie sind instabil und führen häufig zu Unfällen.
Wenn ein Mitarbeiter von einer Leiter fällt, muss der Unfall sofort gemeldet werden. Erste Hilfe leisten, Verletzte versorgen und den Bereich sichern, um weitere Gefahren auszuschließen.
🟤 🔵 Fazit
Leitern und Tritte sind unverzichtbare Arbeitsmittel in Küche, Lager und Service. Gleichzeitig bergen sie ein hohes Unfallrisiko, das in vielen Betrieben unterschätzt wird. Schon kleine Nachlässigkeiten, wie eine defekte Stufe, ein improvisierter Aufstieg auf einen Stuhl oder das Arbeiten auf rutschigem Boden, können schwerwiegende Folgen haben.
Mit der Betriebsanweisung geben Sie Ihrem Team klare Regeln: Leitern nur auf festem Untergrund verwenden, vor jedem Einsatz prüfen, beschädigte Modelle aussortieren und niemals improvisierte Hilfsmittel einsetzen. Diese einfachen Maßnahmen verhindern Stürze und reduzieren Risiken deutlich.
Doch es geht nicht nur um die Sicherheit der Mitarbeiter, sondern auch um wirtschaftliche Stabilität. Durchschnittlich dauert die Arbeitsunfähigkeit nach einem Leiterunfall rund 14 Tage. Damit entstehen direkte Kosten zwischen 1.785 € und 2.790 € pro Unfall. Hinzu kommen verdeckte Kosten wie Personalausfälle, sinkende Effizienz im Betrieb und mögliche Umsatzeinbußen durch längere Wartezeiten für Gäste. Bei schweren Verletzungen, die über mehrere Wochen oder gar Monate andauern, vervielfachen sich die Belastungen.
Ein durchdachtes System aus klaren Anweisungen, regelmäßigen Unterweisungen und gut gewarteten Leitern zahlt sich daher doppelt aus: Sie schützen Ihre Mitarbeiter vor Verletzungen und vermeiden gleichzeitig immense Kosten. Mit der kostenlosen Vorlage haben Sie ein sofort einsatzbereites Werkzeug, das nicht nur Ordnung schafft, sondern bares Geld spart.
🟤 Allgemeine Beiträge zum Thema Arbeitssicherheit und Brandschutz
🟤 Quellen
- Gesetze im Internet: Gefahrenstoffverordnung: https://www.gesetze-im-internet.de/gefstoffv_2010/__14.html, abgerufen am 30.08.2025
- BGN Branchenwissen: https://bgn-branchenwissen.de/, abgerufen am 30.08.2025
- DGUV: Unfälle mit Leitern: https://www.dguv.de/fbhl/sachgebiete/bauliche-einrichtungen-handel/leitern-tritte-ortsfeste-arbeitsbuehnen/statistiken/index.jsp, abgerufen am 31.08.2025
- DGUV: Arbeitsunfallgeschehen 2021, https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/4590, abgerufen am 31.08.2025
- LapID: Welche Kosten verursacht ein Arbeitunfähigkeitstag?, https://blog.lapid.de/welche-kosten-verursacht-ein-au-tag, abgerufen am 31.08.2025












