Spagat zwischen Küche und Büro

In der Gastronomie ist eine gute Organisation alles. Ohne einen entsprechenden Plan läuft gar nichts. Viele Wirte sind deshalb echte Allround-Talente, die sowohl in der Küche als auch im Büro und im Management agieren. Das bringt viele Gastronomen an ihre Belastungsgrenze. Wer damit überfordert ist, sollte sich Hilfe holen und sich auf die Bereiche konzentrieren, die man am besten beherrscht.

So gelingt die Buchhaltung mühelos

Als Unternehmer muss sich der Gastronom mit viel Kalkulatorischem auseinandersetzen. Er kennt beispielsweise die 80-20 Regel und ist bestens über die unterschiedlichsten Marketingstrategien informiert. All das tut er freiwillig und mit großem Engagement, denn er weiß ganz genau, dass ihn dieses Wissen wirtschaftlich weiterbringt. Er besucht deshalb regelmäßig Fachmessen und ist sehr interessiert an den aktuellen Entwicklungen in der Branche. Schließlich möchte man nicht den Anschluss und somit die hochgeschätzten Umsätze verlieren.

Es gibt aber auch Angelegenheiten, die mehr Pflicht als Vergnügen sind. So ist auch in der Gastronomie die Buchhaltung enorm wichtig. Da viele Gastronomen verständlicherweise nicht alles machen können, suchen sie Hilfe bei ihrem Steuerberater. Die Beratungstätigkeit ist allerdings nicht kostenlos, sondern häufig mit doch recht stattlichen Gebühren verbunden. Deshalb nutzen immer mehr Gastgewerbetreibende eine spezielle Software, die ihnen das eigenhändige Erstellen der Steuererklärung ermöglicht.

Darüber hinaus gibt es neben diversen Steuerprogrammen auch eine clevere Buchhaltungssoftware. Ein solches Hilfsprogramm bietet vor allem kleinen und mittleren Unternehmen enorme Vorteile. Die Firmeninhaber sind nun dazu in der Lage, ihre Bilanzen selbst zu erstellen. Inzwischen gibt es sogar schon innovative Cloud-Lösungen, die via mobiler App auch ohne fundierte Buchhaltungskenntnisse funktionieren. Die Buchhaltung erfolgt in diesem Fall automatisiert. Ein Bilanzieren mithilfe des Steuerberaters ist generell möglich.

Die Buchhaltung ist nicht nur für die Steuererklärung wichtig, sondern bietet dem Unternehmer selbst eine umfassende Übersicht über seine Ausgaben und Einnahmen. Das sind dringend erforderliche Voraussetzungen für eine solide Zukunftsplanung und eine realistische Einschätzung der aktuellen Geschäftslage. Nur mit diesem Wissen lässt sich der Betrieb zukunftsfähig gestalten.

Aus schlechten Bilanzen lernen

Ein cleverer Gastronom studiert seine Bilanzen sehr genau und zieht daraus Schlüsse für die Zukunft. Laufen die Geschäfte gut, dann ist alles in Ordnung. Sinken die Einnahmen, dann ist es an der Zeit, entgegenzusteuern und potenzielle Gäste von den Qualitäten des eigenen Restaurants zu überzeugen. Vielleicht wäre es klug, dem Kunden die Qualität zu bieten, die er wünscht.

Es bringt zum Beispiel Vorteile, regionale Produkte auf dem Großmarkt zu kaufen und mit der Verarbeitung heimischer Erzeugnisse zu werben. Wichtig ist, genau zu analysieren, warum es zu den Verlusten kam. Vielleicht ist die Speisekarte im Vergleich zur Konkurrenz zu knapp gestaltet oder das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt nicht. Manchmal hilft eine ausgeklügelte Werbestrategie dabei, den Kunden enger an das Unternehmen zu binden. Wer sein Angebot abwechslungsreich und mit Raffinesse gestaltet, weckt die Neugierde der Gäste, denn diese besuchen in der Regel ein Restaurant, weil sie etwas Besonderes erwarten.

Es gibt Gastronomen mit unternehmenstypischen Dauerangeboten, die es zu einer großen Bekanntheit gebracht haben. Diese werben mit den besten Knödeln der Region, mit exklusiven Eigenkreationen oder mit außergewöhnlichen Rezepten für XXL-Schnitzel und Riesenburger. Hier darf man gerne kreativ sein und die regionalen Eigenheiten und saisonalen Festlichkeiten in das Programm miteinbeziehen. Da das Auge bekanntlich mitisst und auch das Ambiente eine große Rolle dabei spielt, ob sich der Gast in einem Restaurant wohlfühlt oder nicht, sollte auch das Umfeld eine gewisse Ausstrahlung besitzen.

Das Gasthaus ist im Idealfall sauber und ordentlich. Eine optisch ansprechende Dekoration und ein stilsicher gewähltes Mobiliar bringen wertvolle Sympathiepunkte. Manchmal liegt es nämlich nicht an Speis und Trank, wenn die Gäste ausbleiben, sondern einfach daran, dass das in die Jahre gekommene Gasthaus inzwischen out ist.

Fazit

Als Gastronom muss man nicht alles können. Bei der Buchhaltung hilft zum Beispiel eine clevere Software. Es ist jedoch wichtig, die Bilanzen genau im Blick zu behalten, um die wirtschaftliche Lage realistisch einzuschätzen und rechtzeitig entgegenzuwirken.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website um diese laufend für Sie zu verbessern. Mehr erfahren