Das Ohr isst mit

Sie sind hier: Startseite | Management | Gastraum | Das Ohr isst mit - Warum ein Akustikkonzept für die Gastronomie wichtig ist

Neben einer vorzüglichen Küche sind auch andere Faktoren für ein erfolgreich geführtes Restaurant wichtig. Es heißt nicht umsonst „das Auge isst mit“, denn wenn das Gericht > stilvoll dekoriert auf einem repräsentativen Teller (externer Link) serviert wird und das Ambiente darüber hinaus die Gäste zum Träumen bringt, schmeckt das Essen nochmals besser. Weniger bekannt ist freilich, dass nicht nur das Auge, sondern auch das Ohr mitisst, denn auch die Akustik entscheidet darüber, wie sehr sich die Gäste in einer Lokalität wohlfühlen.

Ein Akustikkonzept für Gaststätten

Warum ein Akustikkonzept für Gaststätten so wichtig ist

Die akustische Wahrnehmung trägt stark zum Gesamteindruck der Restauration bei. Experten haben als Durchschnittswert in Gaststätten einen Geräuschpegel von 80 dB ermittelt. Dank einer Reihe von Maßnahmen lässt sich der Geräuschpegel allerdings um 10 dB reduzieren. Dies klingt erst einmal nicht viel, bedeutet aber bereits eine Reduzierung des Hintergrundlärms um 50 %.

Was > eine angenehme Hintergrundkulisse (externer Link) bedeutet, wird schnell klar, wenn man sich ein überfülltes Restaurant ohne Akustikkonzept vorstellt: Die Gäste versuchen sich gegenseitig zu übertönen, um zu ihrem Gesprächspartner durchzudringen, ein Teufelskreislauf setzt an und das Ergebnis ist Stress, der sich auch auf das Bedienungspersonal überträgt, das zunehmend unfreundlicher und gereizter agiert. Missverständnisse bei der Bestellung tragen ebenfalls nicht zu einer guten Laune aller Beteiligten bei. Was also können Betreiber von Restaurants tun, um ihre Akustik so zu gestalten, dass die Gäste gern wiederkehren?

Den Schall mit Schallabsorbern dämpfen

Für eine ansprechende Akustik sind Absorbierer von einer besonderen Wichtigkeit, denn gerade bei harten Wänden schwingt die Akustik von Wand zu Wand und sorgt für einen sich immer weiter aufschaukelnden Nachhall, der etwas lautere Gespräche schnell in Lärm verwandelt. Absorber haben nun die Funktion, den Schall zu absorbieren und damit den Nachhall zu reduzieren. Experten sprechen von einem idealen Nachhall in Gaststätten von 0,6 bis 0,9 Sekunden. Als Schallabsorber kommen weiche Materialien wie Noppenschaumstoff, Pyramidenschaumstoff und Verbundschaumstoff in Frage. Verstärkt wird der Effekt durch eine Bitumenrolle als Schwingungsresonater zwischen den Schallabsorbern. Eine gute Lösung für Absorber sind auch speziell präparierte Akustikbilder, die eine Symbiose aus Funktion und Design herstellen.

Die große Deckenfläche mit Deckensegeln ausnutzen

Auch an der Decke lässt sich die Akustik mit vielen Maßnahmen optimieren. Spezielle Deckensegel absorbieren auch hier den Schall und tragen in einem schönen Muster zu einem gelungenen Erscheinungsbild des Ambientes bei. Techniken für Deckensegel zur Senkung der Akustik gibt es viele. Eine Lösung besteht in derart miteinander verwobenen Kunststofffasern, sodass diese dem Schall einen maximalen Strömungswiderstand entgegensetzen. Schließlich gibt es Schallabsorber auch in interessanten Formen wie Würfel und Kegel, die scheinbar dekorativ von der Decke hängen, aber subtil ihre Wirkung mit Blick auf den Schallschutz leisten.

Mit Schallwänden dem Schall entgegenwirken

Trennwände verleihen einem Raum nicht nur Struktur, sondern wirken sich auch gegenüber dem Schall positiv aus. Mittels raffiniert gestalteter Trennwände mit Hörschutz können sich an Nebentischen verschiedene Gesprächsgruppen angeregt miteinander unterhalten, ohne dass diese sich akustisch ins Gehege kommen. Auch die Trennwände stellen neben dem Deckensegel, den Akustikbildern und den Schallabsorbern wieder Schallfallen dar und helfen, die Akustik im Raum zu reduzieren. Als wegweisend hat sich in diesem Sinne ein mikroperformiertes System erwiesen. Die kleinen Löcher in den Folien wirken wahre Wunder, indem sich die Luftschwingungen durch die Löcher hindurchzwängen müssen und so einen ständigen Bewegungswiderstand erfahren. Dem Schall wird damit viel von seiner Energie entzogen.

Weitere Maßnahmen für den Schallschutz

Jenseits der technischen Maßnahmen verfügen Betreiber von Restaurants auch über weitere effiziente Maßnahmen für einen guten Schallschutz. So empfiehlt es sich, die Küche in einem solchen Maß von der Speisefläche abzutrennen, dass störende Geräusche aus der Küche nicht nach außen dringen. Auch die Stuhlbeine können mit Körperschalldämpfungen ausgestattet werden, um die Geräusche klappernder Stuhlbeine zu reduzieren. Wie auch beim Wetter gibt es einen tatsächlichen (messbaren) und einen gefühlten Schall. Weiße Wände und eine kühle Raumtemperatur tragen nämlich dazu bei, dass der Geräuschpegel in einem Raum als lauter empfunden wird, als er tatsächlich ist.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website um diese laufend für Sie zu verbessern. Mehr erfahren