Lohnsteuer

Lohnsteuer muss vom Arbeitgeber abgeführt werden

Jedes Unternehmen, das Mitarbeiter beschäftigt, ist verpflichtet pünktlich bis spätestens zum 10. des Folgemonats die Lohnsteuer an das für den Betrieb zuständige Finanzamt abzuführen. Die entsprechende Meldung muss dabei elektronisch über ELSTER erfolgen.

Die Lohnsteuer ist eine Form der Einkommensteuer und bezieht sich auf Steuern die auf Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit erhoben werden. In den > Paragrafen 38 und folgende des Einkommenssteuergesetzes (externer Link) finden Sie alle gesetzlichen Grundlagen zum Thema Lohnsteuer.

Ermittlung der Lohnsteuer

Ohne Software geht heute praktisch nichts mehr. Entweder Sie arbeiten mit eigener Software zur Abrechnung der Löhne und Gehälter in Ihrer Gastronomie oder aber Sie lassen Ihren Steuerberater diese Aufgabe übernehmen. Die gesetzlichen Anforderungen ändern sich immer mal wieder und es ist schwierig, dabei selbst den Überblick nicht zu verlieren.

Neben dem eigentlichen Lohn werden auch weitere Leistungen wie Geldwerte Vorteile, Geschenke über einem bestimmten Wert, Essensgeld, etc. besteuert. Die Höhe der Lohnsteuer wird außerdem bestimmt durch die Lohnsteuerklasse, die Zahl der Kinder, der Religionszugehörigkeit und anderen Faktoren. Die Lohnsteuer ist aus Sicht des Arbeitnehmers eine Art Vorauszahlung. Am Ende des Jahres kann/muss dieser seine Lohnsteuererklärung machen und erst dort, wird die eigentliche Steuerlast berechnet und entsprechend ausgeglichen. Entweder man muss etwas nachzahlen (kommt nicht so oft vor) oder man bekommt einen Teil der Steuern zurückerstattet.

Abführen der Lohnsteuer

Wie bereits erwähnt muss im Normalfall die Lohnsteuer bis zum 10. eines Folgemonats gemeldet und abgeführt werden. Dabei muss der Betrag am 10. auf dem Konto des Finanzamtes eigegangen sein, ansonsten drohen Säumniszuschläge.

Wenn Sie jedoch einen kleinen gastronomischen Betrieb führen und im Vorjahr nicht mehr als insgesamt € 4.000 an Lohnsteueraufkommen hatten, reicht auch eine vierteljährliche Abgabe. Liegt der Betrag unter € 1.000 ist eine jährliche Abgabe vorgesehen.

Zur Anmeldung der Mitarbeiter bzw. zum Abführen der Lohnsteuer benötigen Sie die Identifikationsnummer jedes einzelnen Mitarbeiters!

Die Lohnsteuerklassen

Die Steuerklasse bestimmt die Höhe der Lohnsteuer, die ein Arbeitnehmer jeden Monat zahlen muss. Die Steuerklassen beziehen sich zum einen auf den Status (verheiratet, ledig...) und zum anderen auf die Art der Tätigkeit (Hauptbeschäftigung, Nebenjob...). Je nach Steuerklasse werden verschiedenhohe Freibeträge festgesetzt.

Die Steuerklassen im Einzelnen

Steuerklasse Beschreibung
I (Eins) - ledige Arbeitnehmern, die mehr als 450 Euro pro Monat verdienen
- unverheiratete Paare
- geschiedene und verwitwete Arbeitnehmer
- dauerhaft getrennt lebende Ehepartner
- Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.
- wenn ein Ehepartner dauerhaft im Ausland lebt
II (Zwei) - Alleinerziehende Arbeitnehmer, die mehr als 450 Euro pro Monat verdienen (auf Wunsch und unter gewissen Voraussetzungen)
III (Drei) - verheiratete Person, die mehr als 450 Euro verdient
Dabei muss der Ehepartner die Steuerklasse V wählen. In der Klasse III fallen von allen Steuerklassen die geringsten Beträge an.
IV (Vier) - zwei verheiratete Arbeitnehmer mit je einem monatlichen Mindesteinkommen von 450 Euro
Beide Eheleute müssen dabei die Klasse IV wählen - als Alternative zur Kombination III und V.
V (Fünf) - verheiratete Paaren (wenn der andere Ehepartner gleichzeitig die Steuerklasse III gewählt hat)
VI (Sechs) - Für Arbeitnehmer mit Nebentätigkeiten bzw. weiteren Dienstverhältnissen
- Minijobber

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