#321 Zehn tolle Spartipps

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Überall liegt bares Geld herum

In dieser Woche zeigen wir Ihnen zehn Möglichkeiten, um Geld zu sparen. Das ist alles kein Hexenwerk - man übersieht aber manchmal im Tagesgeschäft einfach das Offensichtliche. Sprechen Sie doch auch mal mit Ihren Mitarbeitern ... ganz sicher hat der eine oder andere auch noch eine gute Idee, wie man Geld sparen oder Dinge besser machen kann.

1. Bereinigen Sie Ihre Speisekarte

Werfen Sie Gerichte von der Karte, die entweder einen besonders schlechten Deckungsbeitrag leisten oder aber nur selten bestellt werden. Auch wenn es vielleicht das Lieblingsgericht eines besonderen Stammgastes ist, können Sie nicht nur für diesen Extraware vorhalten. Automatisch bereinigen Sie damit auch unnötige Artikel, die nur Ihr Kühlhaus "zumüllen" und am Ende womöglich entsorgt werden müssen. Mehr zum Thema finden Sie im > Dossier: Speisekarte

2. Konzentrieren Sie den Einkauf

Gehören Sie zu den Gastronomen, die jede Woche aufs neue die Angebote vieler Lieferanten durchgehen, um jeweils die besten Preise zu finden? Nicht nur, das dies sehr zeitintensiv ist ... Sie sparen vielleicht auch hier und da ein paar Cent ... aber Sie könnten viel mehr daraus machen! Sprechen Sie mit Ihrem bevorzugten Lieferanten und bieten ihm an, den Großteil Ihres Einkaufs über ihn abzuwickeln. Ganz sicher wird er Ihnen daraufhin einen guten Deal anbieten wie z.B. eine jährliche Rückvergütungsvereinbarung oder Sonderrabatte, wodurch Sie am Ende viel mehr sparen können. Lesen Sie auch >Der Gewinn liegt im Einkauf

3. Überdenken Sie Ihre Preispolitik

Ihr Wareneinkauf wird von Woche zu Woche teurer - Sie können dies aber schwer auf die Karte umlegen, weil Sie häufig mit Preisen arbeiten, die auf Komma 90 (€ 7,90 / € 19,90) enden. Wenn Sie nun die Preise erhöhen wollen, fällt dies meist schnell auf und verägert die Gäste. Wählen Sie hingegen gerade Zahlen oder andere Centbeträge am Ende, ist es viel leichter. Aus € 19,20 mal € 19,60 zu machen, fällt wahrscheinlich niemandem auf. Sicher interessiert Sie auch: > Mit Preiserhöhungen die Gäste glücklicher machen

4. Spülmaschine nur voll laufen lassen

Achten Sie darauf, dass die Spülmaschine wirklich nur angeworfen wird, wenn sie auch wirklich voll ist. Nicht nur, dass man Strom sparen kann, sondern insbesondere auch teures Spülmittel und Abnutzung der Maschine. Muss die Maschine übrigens den ganzen Tag im Standby-Modus sein oder könnte Sie über den Nachmittag mal für 3 Stunden ganz abgeschaltet werden? Lassen Sie außerdem regelmäßig von Ihrer Reinigungsmittelfirma prüfen, ob die Einstellungen noch korrekt sind. Automatische Dosiersysteme helfen ebenfalls beim Sparen.

5. LED-Lampen und Wasserbegrenzer

Nicht zuletzt der Umwelt zuliebe, sollten Sie überall LED-Lampen installieren. Dies kann eine enorme Menge an Engerie einsparen. Diese sind zwar nicht so ganz preiswert, halten aber auch leicht über 20.000 Betriebsstunden und sind dabei Energieeffizienzklasse A+ und besser. Durch die Verwendung eines Wasserdurchflussbegrenzers (auch Luftsprudler genannt) können Sie bis zu 70% Wasser im Jahr einsparen. Die Aufsätze sind ganz einfach anzubringen und bringen in der Handhabung keinerlei Beeinträchtigungen. Mehr Tipps zum Thema Umwelt finden Sie im Bereich > Nachhaltigkeit.

6. Bierleitungsdruck prüfen

Haben Sie mehrere Biersorten am Hahn? Arbeiten Sie dabei mit der gleichen CO2-Anlage? Jedes Bier hat einen anderen Idealdruck. Installieren Sie für jede Biersorte daher ein eigenes System (Flasche/Druckminderer). Dadurch fliesst jedes Bier perfekt ins Glas und Sie haben deutlich weniger Schankverlust. Ganz nebenbei wird das Bier für Ihre Gäste einfach besser. Weitere Artikel zum Thema: > Bier-Schankverlust und > Steigern Sie Ihren Bierumsatz

7. Kühlhaus weniger oft betreten

Bei jeder Öffnung der Kühlhaustür kommt Ihnen bares Geld in Form von kalter Luft entgegen. Erziehen Sie Ihre Köche dahingehend, dass Sie stets versuchen sollten zwei oder drei Sachen, die sie brauchen zu sammeln und erst dann ins Kühlhaus zu gehen. Außerdem könnten in diesem Zug gleich andere Dinge wieder dort hinein mitgenommen werden. Das Anbringen eines Streifen-Kunststoffvorgangs sollte zudem selbstverständlich sein.

8. Personalkosten regelmäßig überprüfen

Die Personalkosten gehören in der Gastronomie neben dem Wareneinsatz zu den größten Kostenpositionen. Daher kann man hier auch am meisten einsparen. Auch wenn es hart klingen mag ... aber trennen Sie sich von schlechten, langsamen, stressmachenden Mitarbeitern und stellen Sie neue, frische Kollegen ein. Sie können es sich nicht leisten, schlechte Leute durhzufüttern. Es ist zwar auch teuer, neue Leute zu rekrutieren, aber auf lange Sicht werden Sie in diesem Falle Geld sparen. Alles zum Thema > Recruiting (Mitarbeiter finden, einarbeiten, pflegen) finden Sie in diesem Dossier.

9. Kaufen Sie saisonal ein

Müssen es wirklich Erdbeeren als Deko auf dem Dessert im Winter sein? Muss man das ganze Jahr über immer alles anbieten? Ganz klar: NEIN. Kaufen Sie saisonale Gemüse, Früchte, Kräuter und Salate ein und sparen Sie dabei richtig Geld. Ganz nebenbei wird Ihre Speisekarte attraktiver und abwechslungsreicher. Anstatt ein festes Gemüse bei einer Speise mit anzugeben, könnten Sie z.B. "Saisonales Gemüse" oder "Gemüse frisch vom Markt" oder "Gemüse aus der Region" schreiben. Auf diese Weise können Sie zudem die besten Tagesangebote Ihres Gemüsehändlers nutzen.

10. Fleischabschnitte vom Fleischhändler

Fragen Sie Ihren Fleischer doch mal nach Fleischabschnitten oder Teilen, die er ansonsten schlechter verkauft. Unbeliebte Stücke (wir sprechen hier ja nicht von Abfall, Innereien oder reinen Sehnen) lassen sich vielleicht toll zu Gulasch oder anderen geschmorten Gerichten verarbeiten. Reine Fleischabschnitte könnte man zu Hackfleisch (Burger) verarbeiten oder zum Ansetzen von Suppen und Saucen verwenden. Fragen kostet erstmal nichts und vielleicht findet man dabei ein wirklich tolles und preiswertes Stück, das Ihre Gäste lieben werden.

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