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Unterschied zwischen Saft, Nektar, Fruchtsaftschorle, Fruchtsaftgetränk

Unterschied Saft Nektar Fruchtsaftschorle

In der bunten Welt der Fruchtgetränke fällt es oft schwer, den Überblick zu behalten. Was genau ist der Unterschied zwischen Saft, Nektar, Fruchtsaftschorle und Co.? Diese Frage haben sich wohl viele schon gestellt, wenn sie zwischen den vielen Optionen wählen mussten. Es geht nicht nur um den Geschmack, sondern auch um Inhaltsstoffe, Fruchtgehalt und die Herstellungsmethoden. Dieser Artikel bietet Ihnen eine klare Übersicht und beleuchtet den Unterschied Saft, Nektar, Fruchtsaftschorle und Fruchtsaftgetränk. Ebenso beleuchten wir den Unterschied zwischen Direktsaft und Konzentrat.

Saft (Fruchtsaft)

Unter Saft oder Fruchtsaft versteht man ein Getränk aus 100 % Frucht. Es darf kein Wasser oder Zucker hinzugefügt werden. Man unterscheidet jedoch zwischen Direktsaft und Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat.

Direktsaft vs. Fruchtsaftkonzentrat

Man unterscheidet zwischen Direktsaft und Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat. Während Direktsaft direkt aus der Frucht gewonnen wird, wird beim Konzentrat dem Saft zuerst das Wasser entzogen, um ihn leichter und länger haltbar zu machen. Vor dem Verkauf wird das Wasser dann wieder zugefügt. Studien zufolge beeinträchtigt dieser Prozess nicht wesentlich die Qualität des Saftes in Bezug auf Inhaltsstoffe wie Vitamine.

Nektar

Da manche Früchte als reiner Saft (mit 100 % Frucht also) nicht genießbar wären (zu viel Säure oder zu dickflüssig) wie z. B. die Quitte, die Johannisbeere, Holunder oder auch die Banane oder der Pfirsich, darf diesen Früchten Wasser zugesetzt werden. Ebenso darf Nektar bis zu 20 % Zucker enthalten.

DefinitionFruchtgehalt min.Früchte
Früchte, deren Saft zum unmittelbaren Genuss geeignet ist50 %Apfel, Orange, Birne
Früchte mit saurem Saft, der zum unmittelbaren Genuss nicht geeignet ist25 % bis 50 %Limette, Brombeere, Schwarze Johannisbeere, Sanddorn, Kirsche
Früchte mit geringem Säuregehalt oder viel Fruchtfleisch25 % bis 35 %Banane, Pfirsich, Aprikose, Mango
Unterschied zwischen Saft, Nektar, Fruchtsaftschorle, Fruchtsaftgetränk Infografik

Fruchtsaftgetränk

Fruchtsaftgetränke enthalten je nach Fruchtsorte mindestens 6 % (bei Zitrusfrüchten oder Mischungen daraus) bis zu 30 % (bei Kernobst, Trauben oder Mischungen daraus). Außerdem darf ihnen Fruchtmark, Wasser, Zucker oder auch Aromastoffe zugesetzt werden.

Hier ein Ausschnitt der „Leitsätze für Erfrischungsgetränke“: Der Fruchtgehalt stammt aus der angegebenen Frucht. Das Fruchtsaftgetränk weist den Geschmack der angegebenen Frucht auf. Zur Geschmacksabrundung können jedoch geringe Anteile artverwandter Fruchtsäfte sowie Zitronensaft zugesetzt werden; sie werden auf den Mindest-Fruchtgehalt angerechnet. Fruchtsaftgetränke aus Zitrusfrüchten enthalten im Fruchtanteil mehr als 50 Gewichtsprozent Fruchtsaft oder Fruchtmark aus der namengebenden Frucht.

Werden Mischungen aus mehreren Fruchtarten verwendet, so entspricht die Menge der verwendeten einzelnen Fruchtart anteilmäßig dem Mindestgehalt gemäß Nr. 2 Satz 1. Ein bestimmtes Mischungsverhältnis ist nicht üblich. Fruchtsaftgetränke enthalten auch Aromaextrakte und/oder natürliche Aromastoffe. Die Verkehrsbezeichnung ist Fruchtsaftgetränk. Sie wird auch durch die Bezeichnung der geschmackgebenden Frucht oder Früchte ergänzt (z.B. Apfel-Fruchtsaftgetränk, Fruchtsaftgetränk Apfel) Quelle: Leitsätze des Deutschen Lebensmittelbuchs für Erfrischungsgetränke / Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Schorle (Fruchtsaftschorle)

Fruchtschorlen enthalten:
a. Fruchtsaft, Fruchtsaftkonzentrat, Fruchtmark, Fruchtmarkkonzentrat oder Mischungen daraus
b. Trinkwasser, natürliches Mineralwasser, Quellwasser und/oder Tafelwasser,
c. Kohlensäure.

Der Fruchtgehalt von Fruchtschorlen entspricht den in der Verordnung über Fruchtnektar und Fruchtsirup genannten Mindestgehalten; dies gilt auch für Mischungen. Die Verkehrsbezeichnung einer Fruchtschorle wird durch die geschmacksgebende Frucht oder die geschmacksgebenden Früchte bestimmt, z. B. Apfelschorle, Apfelschorle, Apfelsaftschorle, Apfelsaftschorle. Besteht eine Fruchtschorle aus mehr als zwei Fruchtarten, so wird sie auch als Mehrfruchtschorle bezeichnet. Wird auf eine bestimmte Geschmacksrichtung hingewiesen, werden alle verwendeten Fruchtarten angegeben. Quelle: Leitsätze des Deutschen Lebensmittelbuchs für Erfrischungsgetränke / Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Fazit

Ob Saft, Nektar oder Schorle – bei der Auswahl Ihres Fruchtgetränks sollten Sie sich der Unterschiede bewusst sein. Wer auf reine, unverfälschte Säfte Wert legt, sollte auf Direktsäfte zurückgreifen. Bei Nektar und Fruchtsaftgetränken sollten Sie die Inhaltsstoffe und den Fruchtgehalt beachten, um eine bewusste Wahl treffen zu können.

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