199 Spartipps für Küche, Restaurant, Einkauf ...

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Thema des Monats Juni 2013

Bei Sparmaßnahmen (und auch Cost Controlling) geht es darum das Fett wegzuschneiden, nicht die Muskeln...also alles das, was Geld kostet und nichts bringt. Es soll die Arbeit vereinfachen und dem Betrieb mehr Geld bringen!

Vielleicht hätten diese Tipps auch Effizienztipps heißen können. Hauptsache ist doch, dass alle Maßnahmen in jedem Fall der Verbesserung der Performance dienen.

Wie nutzen Sie die Tipps am besten?

  • A. Drucken Sie die Liste aus und geben Sie diese an 5 Mitarbeiter. Lassen Sie sie die für Ihren Betrieb wichtigsten Punkte heraussuchen
  • B. Schreiben Sie diese Punkte so um, dass Sie zu 100% zu Ihnen passen - das macht das Verständnis und die Umsetzung deutlich leichter
  • C. Nehmen Sie sich von dieser Vorauswahl jede Woche einige Punkte vor (es muss nicht alles auf einmal passieren).
  • D. Fordern Sie jede Abteilung auf, aus ihrem Bereich mindestens 20 Punkte zu ergänzen, die in Ihrem Betrieb anfallen
  • E. Machen Sie ggf. einen kleinen Wettbewerb daraus. Das Team (die Abteilung), welches die meisten Punkte in einer gewissen Zeit umgesetzt hat, erhält einen Bonus wie z.B. einen Extra-Tag frei oder eine kleine Abteilungsparty.
  • übrigens: nicht jeder Tipp dient dazu, unmittelbar Geld zu sparen sondern ggf. einfach nur effizienter zu arbeiten (was letztendlich immer zu Kosteneinsparungen führt)

199x sparen, 199x effizienter

1 Sorgen Sie für ausreichend Licht im Restaurant, so dass Ihre Gäste die Speisekarte bestens lesen können. Wenn die Gäste Ihre Angebote schlecht lesen können (übrigens auch bei zu kleiner oder schnörkeliger Schrift) verkaufen Sie sie auch schlechter.
2 Erhöhen Sie einfach mal zwischendurch die Preise von fünf Artikeln (der mittleren Preisklasse) auf der Karte um € 0,70 oder 0,80. Das kann ein paar Tausend Euro am Jahresende ausmachen.
3 Übernehmen Sie sich nicht. Suchen Sie sich jede Woche zwei oder drei Punkte dieser Liste aus, die Sie dann mit Ihrem Team nach und nach umsetzen. Alles auf einmal geht nicht und überfordert auch die meisten.
4 Versuchen Sie Schnell-Nachkäufe im Supermarkt zu vermeiden. Das kann Ihren Wareneinsatz ordentlich verhageln.
5 Lassen Sie Ihre Mitarbeiter von den Lieferanten zu deren Produkten schulen. Wenn sie sich besser damit auskennen, werden diese auch besser verkauft.
6 Richtung Monatsende müssen die Vertreter meist noch bestimmte Mengen verkaufen, um ihre Verkaufsziele zu erreichen. Nutzen Sie deren „Not“ und schießen Sie Sonderangebote.
7 Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, Kaffee aus Italien, Holzkohle aus Polen oder andere Dinge (die Sie viel verwenden) selbst zu importieren? Sie müssen keinen Zwischenhändler bezahlen und können vor Ort sicher sehr gute Preise verhandeln.
8 Übertreiben Sie es nicht mit Tellerdeko, Dips, Butter zum Brot, etc. Wenn Sie beobachten, dass davon immer wieder viel zurückkommt, reduzieren Sie es von vorne herein. Das spart in Summe sehr viel Wareneinsatz.
9 Denken Sie einmal darüber nach, große ovale Teller einzusetzen. Diese lassen auch weniger auf dem Teller mehr aussehen.
10 Auch die Abteilungsleiter, Geschäftsführer, etc. sollten sich nicht einfach mal an den Getränken etc. bedienen. Zum einen ist das steuerlich fragwürdig – aber insbesondere vermittelt es den anderen Mitarbeitern, dass Ihr Restaurant ein Selbstbedienungs-Laden ist.
11 Legen Sie unbedingt die Portionsgrößen für jedes Gericht – auch bei kleinen Dingen – fest. Und wenn es sich nur um Käsewürfel mit Oliven handelt. 20g mehr je Portion läppern sich auch über die Zeit.
12 Wenn Sie Kuchen anbieten, verwenden Sie unbedingt einen Schneidering, damit die Stücke stets gleich groß sind.
13 Machen Sie einen genauen Plan des Lagers oder auch der Kühlhäuser mit den Angaben, was wo steht. Keiner kann dann mehr sagen, er hätte das eine oder andere nicht gefunden und musste es daher neu bestellen.
14 Verwenden Sie bei Inventurlisten oder in Ihren Rezepturen stets standardisierte Begriffe wie z.B. Öl - Oliven / Öl – Sonnenblumen / Öl – Soja oder bei Milch Milch – 1,5% / Milch – 3,5% und NICHT Olivenöl, Sonnenblumenöl, etc. Bei der alphabetischen Sortierung und Suche findet man die Artikel einfach besser. Das macht die Arbeit effizienter.
15 Verwenden Sie z.B. für Kräuterquark auf dem Teller einen Eiskugel-Portionierer. Damit haben Sie stets die gleiche Menge.
16 Im Lagerbereich oder einer Ecke der Küche sollten Sie reichlich Platz bereithalten, um dort heiße Speisen runterkühlen zu lassen, bevor Sie in die Kühlräume kommen. Das spart Energie und entlastet die Aggregate.
17 Sehen Sie sich Ihre Kühlhäuser genau an. Es sollte immer reichlich Platz direkt um den Kondensator herum sein, damit die kalte Luft gut zirkulieren kann. Ist das nicht der Fall, brauchen Sie zu viel Energie bzw. Ihre Ware wird nicht optimal gekühlt und kann schneller verderben.
18 Legen Sie im Lager stets ausreichend Etiketten und Stifte bereit, so dass eigene Waren gut beschriftet werden können.
19 Denken Sie über ein festes System mit Farbcodes nach (Ware, die montags ins Kühlhaus kommt gelb, dienstags blau u.s.w.) Damit hat man schnell einen Überblick und sieht auf den ersten Blick, wenn z.B. am Samstag immer noch etwas gelbes „rumliegt“
20 An der Warenannahme muss eine Waage zur Verfügung stehen, um stichprobenartige Kontrollen der Lieferungen zu machen
21 Drucken Sie Ihre Richtlinien für die Warenannahme (siehe auch den entsprechenden Abschnitt dazu) aus und hängen diese an gut sichtbarer Stelle auf. Niemand kann dann sagen, er hätte nicht gewusst, dass diese Kontrollen zu machen sind.
22 Versuchen Sie mit Ihren Lieferanten feste Lieferzeiten auszumachen. Es ist deutlich effizienter, wenn alle Waren in einem bestimmten Zeitfenster kommen und Sie sich den Rest des Tages um andere Dinge kümmern können
23 Lassen Sie jede Woche alle Waren auf Ihre Haltbarkeit checken….so kann nichts mehr in einer stillen Ecke verderben.
24 Sollten Sie einmal größere Überproduktionen haben (z.B. von einem Catering oder wegen schlechten Wetters bei einer Open-Air-Veranstaltung) prüfen Sie doch einmal, ob Sie die Waren nicht lieber an die Tafel Ihres Ortes oder eine andere wohltätige Vereinigung geben. Damit sparen Sie zwar nicht wirklich Geld, es kostet aber auch nichts und Sie tun etwas Gutes.
25 Erstellen Sie unbedingt Rezepturen für alle Gerichte und fordern Sie Ihre Mitarbeiter auf, sich daran zu halten – überprüfen Sie das!
26 Je nach Größe Ihres Betriebes kann es sich absolut lohnen, einen Extra-Koch einzustellen, der sich um nichts anderes als Rezepturen kümmert…sowohl Erstellung als auch ständige Optimierung.
27 Falls möglich (personell und platzmäßig) sollten Sie Fleisch in größeren Einheiten (z.B. halbe Rinder) kaufen und diese selbst bearbeiten. Das ist deutlich billiger, als normal gekaufte und konfektionierte Fleischwaren
28 Lassen Sie Kühlschränke jede Woche 2-3x ausräumen und säubern. Neben dem Hygieneaspekt, wird so auch nach hinten gerutschte Ware „wiederentdeckt“ bevor Sie vielleicht verdirbt
29 Achten Sie immer darauf, dass alle Waren im Kühlhaus gut abgedeckt sind. Zum einen gibt es so keine Geruchsübertragungen, zum anderen trocknet die Ware nicht aus und nicht zuletzt gehört das eh zu einer guten HACCP
30 Machen Sie einen etwas länger angelegten Check, wie viel auf den Tellern zurückkommt. Kommt Ihnen das zu viel vor (und gehen wir mal davon aus, dass es kein Qualitäts- oder Geschmacksproblem ist) , sollten Sie ggf. über kleinere Portionsgrößen nachdenken.
31 Berechnen Sie einmal die Kosten für jede einzelne Olive, Erdbeere oder Rosmarinstängel, den Sie als Dekoration auf den Teller legen… überlegen Sie den Einsatz gut und hängen Sie ein großes Schild in der Küche auf, wie viel Euro das den Betrieb kostet.
32 Warum verwenden Sie nicht anstatt einer ganzen Erdbeere als Deko, ein wenig Erdbeersalat (aus max. einer halben oder viertel Erdbeere). Das sieht viel aus und Sie sparen auf Dauer eine Menge.
33 Schließen Sie mit Ihren Hauptlieferanten Rückvergütungsvereinbarungen ab
34 Rennen Sie nicht jedem Sonderangebot eines neuen Lieferanten hinterher. Er versucht Sie im Zweifel nur zu ködern und macht dann später auch Preise, wie Ihr alter Lieferant. Nutzen Sie ein Sonderangebot aber dafür, Ihren bestehenden Lieferanten zu bitten, einmal über einzelne Preise nachzudenken. Das klappt fast immer.
35 Vergleichen Sie regelmäßig (am besten immer) die Preise von den Rechnungen mit den Preisen der Preislisten. Bei Abweichungen fordern Sie Ihren Lieferanten zu Gutschriften auf. Wenn er sieht, dass Sie da hinterher sind, wird das nicht mehr (ohne Vorankündigung) passieren.
36 Jeden Monat sollten Sie aufs Neue prüfen, welche Artikel am wenigsten profitabel sind (siehe hierzu auch das Menu Engineering Worksheet). Schmeissen Sie den Artikel raus und ersetzen ihn durch einen besser kalkulierten.
37 Machen Sie Ihren Mitarbeitern klar, dass Sie eine Null-Toleranz Politik gegenüber Diebstahl fahren. Wer klaut wird fristlos entlassen und bei der Polizei angezeigt.
38 Kleine Schock-Therapie: Ziehen Sie sich schwere Handschuhe und einen Einweg-Plastik-Armschutz an und wühlen Sie in den Mülltonnen (so, dass möglichst viele Mitarbeiter das sehen können). Sie werden sich wundern, was das für einen Eindruck schindet und dass Ihre Leute hinterher vorsichtiger mit Ware umgehen.
39 Zahlen Sie der Küche einen Bonus, wenn der budgetierte Wareneinsatz unterschritten wurde. Nehmen Sie z.B. 25% des eingesparten Betrages. Beispiel: Sie kaufen Ware für 20.000 Euro ein. Ihr F&B Umsatz ist 100.000 Euro. Macht also 20% Wareneinsatz. Sie hatten aber mit 25% gerechnet und dies so vorgegeben. Das bedeutet, dass Sie 5.000 Euro an Einsparungen hatten. Wenn Sie der Küche davon 1.250 Euro für z.B. ein Teamevent abgeben, haben alle gewonnen.
40 Führen Sie ein Bestellbuch ein. Alle Bestellungen im Haus müssen darin eingetragen werden. Am besten jeweils mit einem Durchschlag für das Archiv. Das Bestellbuch sollte an der Warenannahme liegen, so dass jeder weiß, was bestellt wurde und von wem.
41 Schreiben Sie den Preis eines Artikels in Ihrem Lager ruhig einmal auf den Karton (z.B. bei Alufolie), damit jeder weiß, was so etwas kostet…und hoffentlich pfleglicher damit umgeht.
42 Bewahren Sie kostbare Ware (z.B. Safran, Vanille, Trüffel, etc.) in Ihrem Büro auf bzw. im Büro des Küchenchefs auf.
43 Sie sollten bei Buffets darüber nachdenken, einen Koch zur Ausgabe vorzusehen. Er kann die Portionen besser bestimmen
44 Achten Sie auf gute intakte Türdichtungen bei Kühlschränken und –schüben. Die Produkte darin werden besser halten und es spart Energie.
45 Versuchen Sie für alle Artikel und Extras eigene Artikelnummern in Ihrer Kasse einzurichten. Zum einen macht dann nicht jeder einen anderen Preis, zum anderen können Sie alles besser nachvollziehen
46 Tiefgefrorene Ware sollte langfristig eingeplant und schonend aufgetaut werden (im Kühlschrank mindestens über Nacht) und nicht, wie man oft sieht im Wasserbecken oder mit laufendem warmem Wasser (schlecht für die Hygiene und Qualität der Ware und natürlich für die Energiekosten).
47 Geben Sie ausdrückliche Anweisung, dass Plätzchen, Pralinen oder anderen kleine Aufmerksamkeiten ausschließlich für die Gäste gedacht sind – das geht sonst ganz schön ins Geld
48 Wenn Sie zwischendurch immer mal eine kleinere Preiserhöhung bei nicht so populären Artikeln machen, merkt das kaum jemand.
49 Denken Sie einmal darüber nach, Ihre Statistiken nicht in Monaten zu machen, sondern in 13 4-Wochen-Rythmen. So erhalten Sie ggf. besser vergleichbare Zahlen, da manche Kalendermonate 5 Sonntage haben, andere eben nur 4.
50 Überprüfen Sie immer mal wieder (2-Jahres-Rhythmus Minimum) Ihre Versicherungen. Bündeln Sie diese ggf. bei einer Gesellschaft. Dann gibt es häufig entsprechende Rabatte.
51 Brauchen Sie wirklich Konten bei verschiedenen Banken? Jedes einzelne kostet Kontoführungsgebühr.
52 Schreiben Sie regelmäßig einen Dankesbrief an Mitarbeiter, die Sie beim Einsparen von Kosten unterstützt haben. Das motiviert ungemein.
53 Sollten Sie regelmäßig ein Wochenmenü, eine Tageskarte etc. an Ihre Gäste verschicken oder faxen, überlegen Sie doch einmal Ihre Angebote lieber einmalig im Web zu veröffentlichen. Das spart Ihnen viel Zeit und Kosten. Ihre Gäste sind sicher auch bereit, kurz auf Ihrer Website nachzuschauen.
54 Halten Sie auf Ihrem Computer stets einige gute Fotos (.jpeg) Ihres Betriebes bereit und außerdem ein Logo Ihres Hauses. Bei kurzfristigen Anfragen von Werbepartnern oder der Presse können Sie schnell und einfach selbst reagieren und müssen nicht Ihre Agentur bemühen (effizienter und billiger).
55 Verhandeln Sie einmal jährlich über Ihre Kreditkartenprovisionen. Erreichen Sie auch nur 0,1% Abschlag, kann das mehrere hundert Euro ausmachen
56 Sollten Sie unterschiedlich hohe Provisionen an die verschiedenen Kreditkartenunternehmen zahlen (was durchaus üblich wäre), machen Sie das Ihrem Personal bekannt. Nur so können diese Einfluss nehmen, welche Karte die Gäste einsetzen sollen.
57 Sie sollten gut darüber nachdenken, eine feste Karte drucken zu lassen. Am besten ist, wenn Sie ein System mit Standard A4 oder A5 Papier wählen. So können Sie leicht die Gerichte und auch die Preise wann immer Sie möchten anpassen.
58 Sperren Sie bei Ihrem Festanschluss die Möglichkeit auf Handys anzurufen (außer Sie haben auch hier eine Flatrate). Kaufen Sie lieber ein einfaches Handy und suchen sich einen guten Vertrag dazu.
59 Fordern Sie Ihre Köche auf, die Lüftung nicht automatisch einzuschalten, sobald sie morgens die Küche betreten, sondern erst, wenn tatsächlich etwas gekocht wird. Wenn das jeden Tag nur 15 Minuten sind, sind das im Jahr über 90 Stunden! Genauso abends…wenn der letzte Bon gekocht ist, Lüftung aus – zum Putzen braucht man sie ja nicht...und schon wieder 90 Stunden oder noch mehr gespart!
60 Lassen Sie die Filter in der Lüftung regelmäßig überprüfen. Mit sauberen Filtern arbeitet die Lüftung deutlich effizienter. Außerdem reduzieren saubere Filter die Gefahr von Fettbränden.
61 Bauen Sie Bewegungsmelder an den Stellen im Betrieb ein, die weniger häufig betreten werden (Keller, Lager, WCs, …)
62 Falls es Ihre Investitionsplanung erlaubt, wechseln Sie zu Induktion. Das spart immens viel Energie. Lassen Sie sich beraten.
63 Zentrale Kälteanlagen für Ihre Kühlung, die außen installiert sind, sind deutlich effizienter und stromsparender als Einzelanlagen im Inneren.
64 Messen Sie genau nach, wie lange es dauert, bis die Teller in Ihrem Tellerwärmer warm sind. Entsprechend legen Sie fest, wann dieser vor dem Service anzuschalten sind (und nicht früher).
65 Schalten Sie stets alle Geräte aus, die nicht gebraucht werden (Salamander, Fritteusen, Kochplatten…)
66 Verwenden Sie immer die richtige Größe an Kochtöpfen. Es geht sehr viel Wärme verloren, wenn ein kleiner Topf auf einer großen Platte steht.
67 Verwenden Sie Deckel auf Töpfen. Das spart immense Energie.
68 Wenn Sie eine Griddle-Platte verwenden, schalten Sie nur den Teil an, den Sie auch brauchen. Meist haben diese 2 oder 4 Zonen.
69 Erhitzen Sie das Fett in der Fritteuse nicht zu hoch. Das spart Energie, schont das Fett und ist zudem gesünder
70 Wenn Sie mit Gas arbeiten, drehen Sie konsequent die Flamme runter, wenn Sie sie nicht brauchen
71 Wenn Sie eine verkleinerte durchgehende Speisekarte anbieten, achten Sie darauf, vielleicht nicht alle Geräte (Herd, Ofen, Fritteuse, Salamander, etc.) dafür über den ruhigen Nachmittag hinweg vorhalten zu müssen. Wählen Sie die Gerichte entsprechend aus.
72 In ruhigeren Zeiten müssen nicht alle Kombi-Dämpfer und Öfen an sein.
73 Butter muss nicht aktiv auf dem Ofen geschmolzen werden. Lassen Sie sie einfach langsam neben dem Ofen schmälzen.
74 Die Spülmaschine sollte nur laufen, wenn sie auch voll ist.
75 Prüfen Sie die Wassertemperatur. Diese muss nicht höher sein, als HACCP vorschreibt.
76 Lassen Sie die Zeit des Spülvorgangs prüfen. Ist die Maschine optimal eingestellt, oder kann der Vorgang um 10 oder 20 Sekunden verkürzt werden. Bei starkem Geschäft ist das am Tag durchaus mal eine ganze Stunde.
77 Kühlschränke sollen mindestens 10cm von der Wand wegstehen, damit die Luft gut zirkulieren kann. Das spart viel Strom.
78 Sorgen Sie stets für ein sauberes Kühlgitter an Kühlhäusern. Diese verschmutzen leicht und schnell. (Vorsichtig reinigen, sie sind sehr empfindlich)
79 Lassen Sie Ihr Warmwassersystem von einem Profi checken. Wenn das Warmwasser nur zu bestimmten Zeiten aufbereitet wird, kann das viel Energie sparen.
80 Durchlauferhitzer sind oftmals die bessere Alternative. Prüfen Sie das an der einen oder anderen Stelle doch mal.
81 Die Isolation Ihrer Rohre für Warmwasser, Heizung aber auch für ein zentrales Kühlsystem sollte sehr gut sein. Lieber etwas mehr, als zu wenig. Auch wenn das eigentlich Vermieter- oder Architekten-Sache ist...es sind Ihre Nebenkosten. Lassen Sie lieber im Zweifel auf Ihre Kosten nachisolieren.
82 Wenn Sie renovieren, informieren Sie sich umfassend über Möglichkeiten, Einsparungen vorzunehmen (Isolation, Sonnenenergie, Müllaufbereitung, Wärmerückführung, etc.)
83 Übrigens: auch eine kleine Solaranlage kann helfen, Geld zu sparen
84 Bei Gasherden: Lassen Sie alles stets gut warten und einstellen. Saubere Düsen und eine blaue Flamme anstatt einer orangenen sparen Geld.
85 Ganz besonders bei Lampen, die sehr viel in Benutzung sind, sollten Sie genau auf die Wattzahl achten. Nur ein paar Watt weniger summieren sich ganz schön.
86 Neben den festen Wartungsterminen der Lüftungsanlage, sollten Sie die Filter mindestens alle 3-4 Monate checken und reinigen/austauschen.
87 Sprechen Sie doch einmal mit Ihren Mitbewerber-Kollegen über deren Energiekosten. Wie hoch ist deren prozentualer Anteil der Stromkosten am Umsatz? Gibt es Ideen, über die man sich austauschen kann? Spornen Sie sich gegenseitig an, Energie zu sparen.
88 Befestigen Sie unbedingt einen Streifenvorhang aus schwerem Kunststoff innen an der Tür Ihrer Kühlhäuser (diese werden meist gleich vom Hersteller angeboten). Die Ersparnis ist enorm, da deutlich weniger kalte Luft verloren geht, auch wenn die Tür mal aufsteht.
89 Wenn Sie Ihre Mitarbeiter zum Energiesparen auffordern, verwenden Sie greifbare Zahlen. Sprechen Sie nicht von Kilo-Watt oder Joules. Verwenden Sie praxisnahe Beispiele. Also z.B.: Was spart man, wenn ein Deckel beim Kochen von Kartoffeln verwendet wird? Die Menge an Kohle, die in unser Restaurant /unsere Küche / unseren Garten passt ist nötig, um die Mehrenergie zu erzeugen, die notwendig ist, um die Kartoffeln im Topf ohne Deckel zu kochen.
90 Planen Sie einen Umbau oder eine Erweiterung/Neubau? Dann sehen Sie doch gleich mehr Tageslicht vor – auch in den Arbeitsbereichen. Das ist gesünder und man braucht weniger Licht und damit Strom
91 Eiswürfelbereiter sollten energetisch betrachtet nicht unter der Bar eingebaut sein – da ist es heiß und die Luftzirkulation eher schlecht. Stellen Sie einen Eiswürfelbereiter lieber an einen kühlen Ort im Keller oder Lager. Da kann er viel besser und vor allem mit weniger Energie arbeiten.
92 Sind viele Geräte in Ihrem Haus auf Standby Modus? Prüfen Sie, ob man diese nicht ganz ausschalten könnte. Die kleinen Standby Lämpchen verbrauchen in Summe auch Energie.
93 Befassen Sie sich einmal sehr genau mit Ihrer Stromrechnung. Sie werden sehen, dass ein Großteil der Kosten durch die bloße Bereitstellung von Energie entsteht und gar nicht durch den eigentlichen Verbrauch. Lassen Sie sich die Zusammensetzung des Preises einmal von einem Mitarbeiter Ihrer Stromanbieters ausführlich erklären.
94 Wenn Sie Personalduschen haben oder Pensionszimmer, ersetzen Sie die Duschköpfe durch solche, die einen geringeren Durchlauf haben.
95 Wenn Sie einen Garten haben oder eine Terrasse, lassen Sie die Blumen und Rasen eher morgens, abends oder nachts wässern – das bedeutet weniger Verdunstung und das Wasser wird effektiver eingesetzt.
96 Kennen Sie Dichtungen aus Keramik oder Metall für Waschbecken? Diese sind viel haltbarer und strapazierfähiger als Gummidichtungen und sparen somit das häufige Wechseln.
97 Prüfen Sie, ob Sie an manchen Waschbecken nicht besser Wasserdurchlauf-Reduzierer anbringen lassen sollten.
98 Es müssen nicht an jeder Stelle in der Küche die großen tiefen Doppelwaschbecken eingebaut sein. An manchen Stellen tun es kleinere Waschbecken vollkommen. Beim Füllen der Becken braucht man dann (z.B. zum Abschrecken von Gemüse) deutlich weniger Wasser.
99 Wenn Sie die Möglichkeit haben, dann stellen Sie in jedem Fall Tanks zum Auffangen von Regenwasser auf. Dieses ist perfekt geeignet, um Ihre Pflanzen zu gießen.
100 Haben Sie noch alte Spülvorrichtungen in Ihren Toiletten, bei denen ständig und regelmäßig gespült wird? Ersetzen Sie diese schnellstens durch elektronische Systeme mit Bewegungsmeldern.

Ich hoffe, die ersten 100 Tipps waren für Sie bereits nützlich und hilfreich. Selbst wenn bei Ihnen nur 20 Maßnahmen davon umgesetzt werden, ist das doch ein guter Schnitt, oder? Also ... -> weiter geht's mit den Spartipps 101 bis 199...

Balken schmal - Weiterführende Links und Infos

Energiesparblatt Gastronomie - bei energiekampagne-gastgewerbe.de
Wasser sparen im Hotel - bei wassersparer.de
Energiekosten sparen in der Gastronomie - bei repower.de
Wie kann man Energiekosten in der Gastronomie sparen - bei hotelier.de