Powern Sie sich nicht aus!

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Finden Sie Ihre Balance (wieder)

Unser Leben in der Gastronomie ist aufreibend und der Tag stets gut gefüllt. Wir arbeiten zu ungewöhnlichen Uhrzeiten und bringen uns gerne an die Grenzen des Machbaren. Wir arbeiten mit unseren Kollegen zusammen, die uns in gutem und schlechtem Zustand (Stimmung) erleben. Bevor es uns so wirklich bewusst wird, ist der Betrieb unser Leben und die Mitarbeiter und Kollegen sind unsere Familie. Zunächst ist das kein Problem ... wir sind begeistert bei der Arbeit - auch wenn wir wenig Schlaf bekommen - aber dann ... irgendwann ist es einfach zu viel ... einer nach dem anderen brennt aus.

Auch wenn Sie es sich noch so sehr wünschen und es wollen - kein Mensch kann immer und jeden Tag 24 Stunden arbeiten und fit sein. Ihre Gastronomie soll und darf nicht Ihr ganzes Leben bedeuten. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch - Sie sollen auch nicht in das komplette Gegenteil verfallen und sich nur noch selten blicken lassen. Es geht darum, die richtige Balance zu finden. Nachfolgend finden Sie ein paar Tipps, wie Sie das erreichen können:

+ Räumen Sie auf
Machen Sie an Ihrem Schreibtisch einen "Frühjahrsputz" - auch wenn gerade Herbst ist :) Befreien Sie sich von all den unnötigen Stapeln mit unerledigtem Kram. Ist der wirklich wichtig? Machen Sie Platz auf dem Schreibtisch. Kaufen Sie neue Ordner oder eine neue Hängeregistratur. Organisieren Sie den ganzen Papierkram neu. Ein aufgeräumter Schreibtisch lässt Sie freier atmen!

+ Nutzen Sie moderne Technik
Durch den Einsatz kleiner Programme oder Apps auf dem Smartphone bzw. Tablet können Sie viele Abläufe erleichtern. Organisieren Sie Ihre Termine, verwenden Sie Notizfunktionen, nutzen Sie Ihr Smartphone als Diktiergerät, lassen Sie sich die aktuellesten Zahlen auf Ihrem Tablet anzeigen. Sie werden sehen, dass Sie so vieles leichter erledigen können.

+ Werden Sie die Buchhaltung los
Wer sortiert schon gerne Belege? Wir sind Gastronomen, wir sind kreativ, wir suchen den Gastkontakt, wie wollen kochen und Service bieten - aber sicher keine langweiligen Zahlen zusammenstellen oder die Buchhaltung vorbereiten, Mahnungen schreiben und ähnliches. Engagieren Sie einen Buchhalter. Es gibt viele Freelancer in diesem Bereich, die für ein paar Stunden in der Woche zu Ihnen kommen und die Buchhaltung auf dem Laufenden halten. Entledigen Sie sich dieser lästigen Aufgabe und Sie werden viel freie Zeit für andere wichtige Dinge (und für sich selbst) haben.

+ Stellen Sie ausreichend Personal ein
Auch wenn die Personalkosten sicherlich den größten Kostenblock ausmachen, sollten Sie nicht unterbesetzt sein. Das führt nämlich zu ausgepowerten Mitarbeitern, die vielleicht sogar schlecht gelaunt ihren Dienst verrichten. Auf Dauer wird Sie das teuerer zu stehen kommen, da Ihre Gäste dies ebenfalls spüren, sich nicht wohlfühlen und wegbleiben.

+ Stellen Sie die richtigen Leute ein
Die richtigen Leute zu finden ist eine große Herausforderung. Suchen Sie Menschen, die ihre Arbeit begeistert machen und voll und ganz hinter dem Beruf stehen. Ihr Ziel muss es sein, so gute Leute zu finden, dass Sie diesen Aufgaben übertragen können und sich selbst entlasten. Auch die Einstellung eines Hausmeisters sollten Sie überlegen. Wie oft verbringen Sie oder Ihre Mitarbeiter Zeit mit Gartenarbeit, Schneeschieben, kleineren Reparaturen, etc. Entlasten Sie sie und sich selbst!

+ Delegieren Sie
Verabschieden Sie sich von dem Gedanken alles selbst machen zu wollen. Auch wenn keiner es so macht wie Sie, wird es dennoch gute Ergebnisse geben. Vertrauen Sie Ihren guten Mitarbeitern. Das wird diese zusätzlich stärken und motivieren. Die Balance zu finden heißt auch Dinge loszulassen. Lesen Sie hierzu auch: -> Tipp der Woche #105: Delegieren Sie

+ Setzen Sie sich Grenzen
Keiner kann (wie bereits gesagt) 24 Stunden und 7 Tage auf Dauer arbeiten. Im Zweifel zwingen Sie sich, auch Interessen außerhalb des Betriebs zu verfolgen. Nehmen Sie sich Zeit für Freunde und Hobbys. Halten Sie Ihr Privatleben und das Geschäft getrennt.

+ Seien Sie Vorbild
Wenn Sie z.B. selbst 80 Stunden in der Woche in der Küche stehen senden Sie damit verschiedene Zeichen aus. Für die einen heißt das: Ihr arbeitet nicht hart genug und so mus sich so lange hier sein und Eure Arbeit mitmachen. Für die anderen: Schaut her, ich kann genau so viel (oder noch mehr) Stunden arbeiten wie der Chef. Die vielen Stunden senden also Schuld- und Wettbewerbssignale. Wollen Sie das wirklich? Sollen sich auch Ihre Leute auspowern. Wenn Sie selbst Ihre Balance finden, werden dies auch Ihre Leute tun. Auf Dauer ist das sicher der bessere Weg.

Wenn Sie sich an diese einfachen Tipps halten, werden Sie den Erfolg sehr schnell erkennen - sowohl bei sich selbst, wie auch bei Ihren Mitabeitern. Ihr Kopf wird klarer sein und Sie werden vor neuer Energie strotzen und vielleicht so auf tolle neue Geschäftsideen kommen.

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