Gutscheine: Besteuerung

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Gutscheine in der Gastronomie

Gutscheine sind beliebt. Gäste verschenken diese gerne an ihre Lieben. Auch für den Gastronomen sind Gutscheine eine sehr gute Möglichkeit, Einnahmen zu erzielen, ohne direkt eine Leistung erbringen zu müssen. Nicht zu vergessen ist auch der Prozentsatz an Beschenkten, die Gutscheine einfach nicht einlösen. Die Einnahmen aus Gutscheinen müssen aber natürlich auch versteuert werden. Bei der Besteuerung der Gutscheine ist zwischen Wert- und Sachgutscheinen zu unterscheiden:

Wertgutscheine

Wertgutscheine werden über einen festen Euro-Betrag ausgestellt - also z.B. Gutschein über € 50,00.

Bei diesen Gutscheinen, ist die Umsatzsteuer erst beim Einlösen abzuführen, da es sicher hierbei im Wesen eher um eine Art Zahlungsmittel handelt.

Achtung: Wenn Sie dem Käufer des Gutscheins jedoch direkt beim Kauf eine Rechnung mit ausgewiesener MwSt. ausstellen, müssen Sie auch die Umsatzsteuer direkt abführen!

Sachgutscheine

Bei Sachgutscheinen, also "Gutschein über ein 3-Gang-Candle-Light-Dinner" oder "Gutschein für 2x Brunch", die keinen direkten Wert angeben, ist die Umsatzsteuer im Monat des Verkaufs/Ausgebens abzuführen. Bei Sachgutscheinen können Sie auch direkt eine Rechnung ausstellen und die MwSt. korrekt ausweisen.

Einkommensteuer

Ist der Gastronom zur Erstellung einer Bilanz verpflichtet (z.B. GmbH), dann stellen die Erlöse aus Gutscheinverkäufen keine Einnahmen dar. Der Betrag ist vielmehr als "erhaltene Anzahlung" zu buchen. Erst bei Einlösung des Gutscheins werden sie einkommensteuerpflichtig.

Ist der Gastronom hingegen Einzelkaufmann und muss lediglich eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung machen, so ist die Einnahme beim Verkauf von Gutscheinen unmittelbar einkommensteuerpflichtig.

Finanzamt prüft dieses Thema gerne

Da das Finanzamt naturgemäß weiß, dass in diesem Bereich oftmals in der betrieblichen Praxis von gastronomischen Betrieben Fehler gemacht werden, prüfen sie diesen Bereich bei einer Betriebsprüfung immer. Am besten, Sie kommen dem Finanzamt zuvor und prüfen selbst noch einmal Ihre Praxis!

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