#62 BWL 1x1 für Mitarbeiter

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Basiswissen BWL für Mitarbeiter

Rechnungswesen und Kalkulation sind im Gastgewerbe unverzichtbar

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Geben Sie Ihren Mitarbeitern einen kleinen Einblick in die Grundzüge des Gastronomie-Geschäftes, in die Grundlagen der fachbezogenen Betriebswirtschaftslehre. Es geht hier wirklich nur um Basiswissen. Dadurch wird es Ihren Mitarbeitern leichter sein, die eine oder andere Richtlinie im Betrieb oder eine neue Anweisung besser nachzuvollziehen. Die Mitarbeiter werden besser verstehen, wie das Geschäft funktioniert und können Ihnen so mehr dabei helfen, die Kosten im Griff zu halten und den Umsatz zu steigern. Diese Grundlagen umfassen:

+ Gewinn= Umsatz - Kosten
Das ist eine ganz einfache Rechnung. Umgekehrt muss jedem klar sein, dass wenn die Kosten höher sind als der Umsatz, irgend jemand den Fehlbetrag ausgleichen muss. Wenn keine Liquidität mehr da ist, muss der Laden zu machen.

+ Es gibt zwei Kostenarten: Fixkosten und variable Kosten
Ihre Mitarbeiter müssen verstehen lernen, dass sie die variablen Kosten mitbeeinflussen können, wie die Personalkosten, den Wareneinsatz, die Energiekosten oder Müllgebühren. Auch wenn sie die Fixkosten wie Miete oder Versicherungen nicht direkt beeinflussen können, muss jedoch der Umsatz auch diese Kosten decken. Ist z.B. der (beeinflussbare) Wareneinsatz besser als erwartet, wird auch der Gewinn wahrscheinlich besser ausfallen. Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch das Thema: -> Budget.

+ Warenbestand = bares Geld
Den Mitarbeitern muss bewusst gemacht werden, dass der Lager- bzw- Warenbestand wie Bargeld zu behandeln ist. Alles was unnötig herumliegt oder zuviel bzw. falsch eingekauft wurde ist "totes Kapital". Lesen Sie mehr zum Thema: -> Inventur & Lager.

+ Kleine Dinge können viel kosten
Machen Sie allen klar, wie viel manche Dinge kosten können - gerade die kleinen. Nehmen Sie z.B. einen Teelöffel (die gerne ja schon mal im Müll mit verschwinden), eine Erdbeere (die weggeschmissen wird), ein Teelöffel voll mit Kaffeemehl (das immer daneben geht), ein Schnapsglas Bier (was an Menge gerne danebengeht - bei jedem einzelnen Bier) usw. . Ihre Mitarbeiter werden überrascht sein, was das so kostet (insbesondere, wenn man die Beträge auf eine normale Woche hochrechnet) und gehen (hoffentlich) in Zukunft verantwortungsbewusster damit um. Schauen Sie sich hierzu auch an: -> 199 Spartipps.

+ Es ist profitabler, den Umsatz zu steigern, als die Kosten zu senken
Kommt der Betrieb ins Schwimmen, neigen viele Betreiber (Chefs) dazu, als erstes an den Kosten zu schrauben, anstatt dafür zu sorgen, mehr Umsatz zu machen. Kluge Chefs hingegen, behalten beide Seiten (Umsatz und Kosten) im Auge und achten darauf, dass das Personal (ganz besonders die, die Spaß am Verkauf haben) im Betrieb bleiben und dabei helfen, den Umsatz zu erhöhen. Auch lesenswert: -> Neue Einnahmequellen. / -> Extra-Tipp #14: Mit Spielen den Umsatz steigern

+ Der größte Kostenblock ist das Personal
Daher legen Chefs stets Wert auf die Optimierung des Dienstplans, hinterfragen den Einsatz zusätzlicher Kräfte und wollen eine stets beste Produktivität und Effizienz. Und das erklärt zudem, warum Gehaltserhöhungen immer wieder ein Problem sind. Nur wenn die Produktivität dadurch steigt, ist eine Gehaktserhöhung zu rechtfertigen. Oder Sie schauen sich einmal nach Alternativen um: -> Mitarbeiter-Benefits / -> Lohnoptimierung

+ Personalkosten sind nicht nur die Nettogehälter
Auch das sollte man seinen Mitarbeitern einmal vermitteln. Neben dem, was diese am Ende des Monats auf ihr Konto überwiesen bekommen, entstehen rund 30% an zusätzlichen Kosten (Sozialversicherungen, Urlaub, Berufsgenossenschaft, etc.). Darüber hinaus entstehen Kosten für die Berufsbekleidung (ggf. inkl. Reinigung), Weiterbildung, ggf. Personalessen und und und.

Sie werden sehen, dass diese kleine Einführung im besten Falle den gewünschten Erfolg bringt. Sie haben nichts zu verlieren, wenn Sie über diese Fakten einmal sprechen. Sie können eigentlich nur gewinnen!

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