#20 Ein Hauch von Orient: Shisha Bars

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Shisha-Bars sind weiterhin im Kommen

Der Trend zum Rauchen von Wasserpfeifen hält auch 2015 in Deutschland weiter an. Shisha-Bars verbreiten in immer mehr Städten orientalisches Flair. Wer als Gastronom mit dem Gedanken spielt, eine eigene Shisha-Bar zu eröffnen, für den hält dieser Beitrag nützliche Informationen bereit – beginnend mit der geschichtlichen Entwicklung bis hin zum perfekten Ambiente.

Die Ursprünge des Shisha-Rauchens

Eine Shisha (manchmal auch Sheesha) ist eine Wasserpfeife, die aus den persisch/arabischen Ländern kommt. Ihr wahrer Ursprung wird allerdings in Indien vermutet. Die erste Shisha soll dort aus einer Kokosnuss in Kombination mit einem Bambusstab entstanden sein. Die Shisha, so wie sie heute bekannt ist, stammt aber vermutlich aus dem Ägypten des 16. Jahrhunderts. Von dort aus eroberte sie große Teile der arabischen Welt. Mit dem Kolonialismus kam dieser Brauch auch in die westlichen Länder Europas.

Das gemeinsame Rauchen einer Wasserpfeife ist Teil einer Gemeinschaftskultur, die bis heute zelebriert wird. Den Gästen eine Shisha zu reichen ist ein Symbol von Gastfreundschaft und gelebte Geselligkeit.

Aufnahme von Konstantinopel

Aufnahme von 1905 aus Konstantinopel

commons.wikimedia.org © Jean Pascal Sébah (CC0 1.0)

Kein Rauchverbot in Shisha-Bars

Shisha-Bars haben ihre Nische in der deutschen Gaststättenkultur gefunden. Trotz des Rauchverbots in Kneipen ist das Rauchen von Wasserpfeifen in Shisha-Bars weiterhin erlaubt. Nach Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetzes durfte zunächst auch in Shisha-Bars nicht mehr geraucht werden, was das Aus für sämtliche Shisha-Bars bedeutet hätte. Doch das oberste Verwaltungsgericht in Nordrheinwestfalen hob nach Angaben -> der TAZ (externer Link) dieses Verbot unter Einhaltung folgender Bedingungen wieder auf:

+ Im Gaststättenraum darf kein Tabak geraucht werden.
+ Dort sind nur getrocknete Früchte oder Shiazo-Steine als Füllung der Pfeife zu verwenden.
(Shiazo ist ein Ersatzstoff für Shisha-Tabak, es handelt sich um einen Mineralkomplex, dessen Optik an Kieselsteine erinnert. Er saugt Aromastoffe auf und erzeugt dadurch Dampf anstelle von Rauch. Dieses Prinzip ist auch von elektrischen Zigaretten bekannt.)

Denn der Wasserdampf reduziert zwar die Schadstoffe, die beim Rauchen von Tabak entstehen, der Tabak enthält aber nach wie vor gesundheitsschädliches Nikotin. Aber auch diese Regelung kann ganz legal umgangen werden, denn das Rauchen von Tabak ist nur in den Innenräumen der Bars verboten. Wer für seine Gäste also einen ansprechend gestalteten Außenbereich mit Sitzmöglichkeiten anlegt, darf dort weiterhin Wasserpfeifen mit Tabak anbieten.

Auf den Geschmack gekommen

Auf der Suche nach professionellem Equipment für die eigene Shisha-Bar ist das Internet eine gute Inspirationsquelle und Einkaufsmöglichkeit. Shisha Shops (externer Link) bieten online alles rund um das Thema Shisha an, von original arabischen Wasserpfeifen im typischen Design bis hin zum Tabak in allen Geschmacksrichtungen. Beliebt sind in Deutschland fruchtige Aromen wie Apfel, Kirsche, Orange, Minze, Melone und Pfirsich. Wer es besonders süß mag, greift zu Vanille und Karamell. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, mittlerweile gibt es sogar Tabak in den Geschmacksrichtungen Basilikum, Cola und Bier. Und ständig kommen weitere neue hinzu.

Eine gute Mischung aus fruchtigen Noten und klassischen Sorten ist ideal, um die unterschiedlichen Kundenwünsche abzudecken. Da die Auswahl immens ist, sollten Barbesitzer jede Sorte vorab selbst probieren, bevor sie ins Sortiment aufgenommen wird. Es ist wichtig zu wissen, was im eigenen Laden verkauft wird. Auch auf die richtige Lagerung ist zu achten, damit der Tabak nicht austrocknet und an Geschmack verliert. Shisha-Läden und Online-Shops können hierzu beratend in Anspruch genommen werden.

Was die Auswahl der richtigen Wasserpfeifen betrifft, empfiehlt sich für eine Lounge nicht nur der Kauf von Einzel-Shishas. Große Shishas mit mehreren Schläuchen sorgen für Geselligkeit in großer Runde.

Kräftige Farben unterstreichen das Orient-Ambiente

pixabay.com © PublicDomainPictures (CC0 1.0)

Das richtige Konzept, das perfekte Ambiente

Gäste einer Shisha-Bar haben den Genuss einer Wasserpfeife vielleicht im Urlaub in Marokko oder in Dubai kennengelernt und sind dort auf den Geschmack gekommen. Oder es ist die Exotik aus 1001 Nacht – die Sehnsucht nach fernen Ländern, nach fremdartigen Genüssen – die Gäste in eine Shisha-Bars lockt. Das Ambiente der Lounge sollte durchdacht und stimmig sein. Möbel aus geschnitztem Holz, Kissen und Decken aus orientalischen Stoffen und opulente Goldakzente machen den Abend in geselliger Runde perfekt. Da im Orient oft im Liegen geraucht wird, sollten auch bequeme Matratzen und Sitzkissen angeboten werden. Gedämpftes, warmes Licht aus indirekten Lichtquellen sorgt für die richtige Stimmung. Passend sind hier beispielsweise die typisch marokkanischen Lampen aus gefärbtem Glas. Die Gestaltung sollte insgesamt authentisch, aber nicht klischeehaft und kitschig wirken.

Einige Shisha-Bars gehen vom traditionellen Design weg und sind modern eingerichtet. Hier ist aber darauf zu achten, dass die Einrichtung nicht zu kühl wirkt und immer noch Gemütlichkeit verbreitet.

Die passende Musik im Hintergrund betont die entspannte Atmosphäre. Es müssen nicht immer zwingend arabische Klänge sein, auch der moderne Chillout-Sound kann passend sein.

Die Karte sollte sich nicht nur auf den Genuss von Wasserpfeifen beschränken, sondern auch eine Auswahl kleiner Speisen und Cocktails (alkoholisch und nicht-alkoholisch) bereithalten. In arabischen Ländern ist es üblich, sich mehrere Stunden um die Shisha zu versammeln und dazu Fingerfood wie Fladenbrot mit Joghurtsauce, marinierte Fleischstücke oder gegrilltes Gemüse zu genießen. Serviert auf einer großen Platte, vollenden kleine Gerichte wie diese das Orient-Feeling in der Shisha-Bar und laden die Gäste zum längeren Verweilen ein.

Das entscheidende Erfolgskriterium für einen gastronomischen Betrieb ist aber immer die richtige Lage.

Ein Blick über den Tellerrand

Das Rad muss nicht neu erfunden werden. Wer eine Shisha-Bar eröffnen möchte, darf sich gerne von der Konkurrenz inspirieren lassen und dort Anregungen zur Gestaltung einer typisch orientalischen Bar einholen. Gerade Großstädte mit internationalem Flair wie Hamburg und Berlin sind Vorreiter, was extravagante Gastronomie-Konzepte angeht. Ein Besuch in anderen Shisha-Bars inspiriert, der Blick in die Karte gibt Auskunft über die Vielfalt des Angebots und das Preisniveau.

Außenbereich mit orientalischem Flair

pixabay.com © PublicDomainPictures (CC0 1.0)

Mit diesem Fragenkatalog in der Tasche können eigene Recherchen in anderen Shisha-Bars durchgeführt werden:

  • Wie ist das allgemeine Preisniveau?
  • Wie ist die Karte aufgebaut, ist sie übersichtlich sortiert?
  • Was kostet eine Runde Shisha?
  • Welche Speisen werden zusätzlich angeboten?
  • Welche Getränke (Cocktails und nicht alkoholische Getränke) sind auf der Karte?
  • Welche Shisha-Varianten werden angeboten? (Einzel-/Gruppen-Shishas)
  • Welchen Eindruck macht das Lokal?
  • Wie wird mit Lichtakzenten gearbeitet?
  • Wie stimmungsvoll ist die Dekoration?
  • Welche Sitzmöglichkeiten gibt es (Séparées, Tische, Liegeecken mit Kissen)?
  • Gibt es einen zusätzlichen Außenbereich?
  • Welchen Eindruck machen die sanitären Anlagen?
  • Ist das Personal besonders gastfreundlich, wird einheitliche Kleidung getragen?
  • Was gefällt und kann für die eigene Bar übernommen werden?
  • Was gefällt nicht, was stört?
  • Was fehlt und könnte zum Alleinstellungsmerkmal für den eigenen Laden werden?
Neu auf der Website

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