Diese Basics müssen Gastwirte kennen

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Für viele ist die Selbstständigkeit immer noch der berufliche Traum. Herr über die eigenen Geschäfte sein, einen nachhaltigen Betrieb gründen, nach den eigenen Wünschen kochen und den Namen zur Marke machen - darüber hat jeder engagierte Arbeiter in der Gastronomie sicherlich schon einmal nachgedacht.
Doch ganz so einfach ist die Selbstständigkeit im Gastgewerbe natürlich nicht, denn es gibt einige Dinge, die Gründer am besten schon in der Frühphase beachten sollten, um einen sanften Start ins neue Geschäft zu ermöglichen.

Die Gründungsphase - Was gibt es zu beachten?

Zunächst einmal ist es bei der Gründung (oder Übernahme) eines Gastgewerbes so wie bei jeder anderen Geschäftsidee auch. Im Idealfall besitzt die Idee einen -> Unique Selling Point, also etwas, das sie einzigartig und entsprechend lukrativ macht.

In dieser Phase ist das Gastgewerbe noch eine Idee. Geht es etwa um einen Bäcker am Bahnhof, der Snacks und Kaffee anbietet? Gibt es ein größeres Gewerbegebiet, die leichte Snacks für die Mittagspause brauchen? Oder fehlt einem gut situierten Viertel der Stadt ein nobles Restaurant mit exotischen Spezialitäten? Kurzum geht es um Überlegungen der gewünschten Zielgruppe und deren Wünschen und einer konkreten Strategie, wie diese erfüllt werden können. Da in dieser Phase noch nichts konkret ist, kann auf dem Papier noch viel umgestellt werden.

Weniger frei ist das -> bürokratische Prozedere. Sollen alkoholische Getränke ausgeschenkt werden, ist eine Gaststättenerlaubnis (vom Ordnungs- oder Gewerbeamt) nötig. Besonders bei neuen oder stark renovierten Neuerungen in den Lokalitäten des zukünftigen Gewerbes muss mit der Gewerbeaufsicht Rücksprache gehalten werden, um die vielen Vorschriften für die Gastronomie fachgerecht umzusetzen. Um neue Räumlichkeiten kümmert sich das Bauamt und stehen die Außenwände, ist das Gesundheitsamt für hygienische Vorschriften zuständig.

Außerdem dürfen nur gewisse Bereiche des Gehwegs mitgenutzt werden, was ebenfalls mit dem Ordnungsamt zu klären ist, und es fallen gegebenenfalls GEMA- und Rundfunkgebühren an. Wer sich rechtzeitig um alle unangenehmen Behördengänge kümmert, dem bleiben später böse Überraschungen erspart.

Sonderfrage WC und sanitäre Anlagen

Was die sanitären Anlagen betrifft, sollten angehende Gastronomen sich bereits frühzeitig Gedanken machen - vor allem dann, wenn die Räumlichkeiten nicht von einem Vorgänger bezogen wurden. Denn in Deutschland gelten rigide Vorschriften, was Gästetoiletten betrifft. Abhängig ist die Toilettenpflicht von unterschiedlichen Faktoren wie der Gaststättengröße, der Sitzanzahl und dem Ausschank von Alkohol.

Lokalitäten unter 50qm mit weniger als 50 Sitzplätzen brauchen in der Regel keine Gästetoiletten, solange sie keinen Alkohol ausschenken. Ist dennoch eine Gästetoilette vorhanden, so reicht bei dieser Größe eine einzige Toilette für Männlein und Weiblein. In größeren Räumlichkeiten muss nach Geschlechtern getrennt werden. Im Zweifelsfall kann die Pflicht zur Toilette mit dem zuständigen Ordnungs- oder Gewerbeamt abgesprochen werden. Diese helfen bei der Beratung und geben Auskunft über regionale Besonderheiten.

Businessplan, Einrichtung und Finanzen

Um wirklich alle Ausgaben, Einnahmen, Kredite, Ratenzahlungen und Gehälter kalkulieren zu können, brauchen Gründer einen -> Businessplan. Nur so kann eine entsprechende Finanzplanung auch sinnvoll durchgeführt werden und größere Ausgaben entwickeln sich nicht zum unvorhersehbaren Geschäftshemmnis.

Ob Übernahme oder Neueröffnung, eine der größten Ausgaben ist stets die neue Einrichtung. Schließlich soll das Ambiente zeitgemäß wirken und vom Löffel bis zum Buffet soll die Einrichtung lange halten. Was hier gefordert ist, ist eine Frage der verfügbaren Finanzen und der gewünschten Zielgruppe. Ein Bahnhofscafé braucht andere Stühle als ein Nobelrestaurant.

Doch auch die richtige Ausstattung des Betriebes ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Schließlich sind Kochgeschirr, Gläser und Barzubehör in größeren Mengen notwendig, um eine professionelle Arbeit zu ermöglichen. Entsprechend tun frisch gebackene Gastwirte gut daran, ihre Ausstattung nicht im lokalen Möbelhaus zu beziehen. Speziell auf die Gastronomie zugeschnittene Anbieter wie -> gasoni.de (externer Link) bieten Gastbetrieben eine professionelle Ausstattung auch in größeren Mengen. Auch Alkoholika und Takeaway-Zubehör können bei Gasoni aus einer Hand bestellt werden.

Der laufende Kostenfaktor, der am einfachsten kalkuliert werden kann, ist die Miete. Natürlich hängt die Miete (mehr zum Thema -> Pachtvertrag) vom Standortfaktor ab - stark frequentierte Gegenden rechtfertigen auch höhere Mieten. Gerade wenn die Eröffnung sich aber noch verzögert, kann dies zur Kostenfalle werden.

Der Lohn der harten Arbeit - Die Eröffnung

Natürlich ist diese Form der Planung nur das Fundament für die Selbstständigkeit im Gastgewerbe und nicht der Teil, mit dem Gastwirte sich eigentlich beschäftigen möchten. Doch auch Träume ruhen in Deutschland auf Vorschriften und Finanzplänen.

Entsprechend lohnt es sich, hier in der Anfangsphase mehr Arbeit zu investieren, denn für Karten, Schilder und -> Foodstyling (externer Link) ist auch später noch genügend Zeit. Der letzte Teil der gelungen Vorbereitung auf den eigenen Gastbetrieb ist dann auch die Eröffnung, die nicht nur als Werbemaßnahme für die neue Nachbarschaft genutzt werden sollte, sondern auch als Belohnung für die bereits getane Arbeit. Und als Startschuss in ein neues Abenteuer.

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