Welcher Wein passt am besten?

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Den richtigen Wein empfehlen

Auch wenn Sie kein großer Weinkenner sind und auch keiner der Servicekräfte einen besonderen Faible für Wein hat, dann sollte man aber zumindest einige Grundregeln beherrschen, um seinen Gästen eine einigermaßen gute Weinempfehlung aussprechen zu können (und dadurch auch ggf. den Weinverkauf allgemein anzukurbeln). Der einfachste Tipp den man geben kann ist selbstverständlich: "Trinken Sie das, was Ihnen am besten schmeckt". Alte, starre Weinregeln sind out. Wenn ein Gast einen Rotwein zum Fisch trinken möchte, rümpfen Sie ja nicht die Nase. Sie könnten ihm aber natürlich einen anderen Wein empfehlen: "Darf ich Ihnen vielleicht alternativ diesen Wein hier ans Herz legen" ...

Wenn Sie Ihre Gäste bei der Wahl eines Weins helfen möchten, stellen Sie sich die folgenden Fragen über das Essen:
1. Handelt es sich um leichte oder kräftige Speisen?
2. Ist der Hauptgang fettreich?
3. Hat das Essen saure Akzente oder besondere Aromen?
4. Ist das Essen scharf?
5. Ist es ein ethnisches Rezept und kann man vielleicht einen Wein aus der Heimat des Rezeptes empfehlen?

zu 1: Bei leichten bzw. kräftigen Speisen passt das Sprichwort: "Gegensätze ziehen sich an" nicht so ganz.
Leichtes Essen wird am besten durch ebenso leichte Weine unterstützt - kräftige Speisen durch ausdrucksstarke Weine Die Kunst ist es, einen Konflikt der Aromen zu vermeiden. Wein und Essen müssen sich ergänzen und dürfen nicht gegeneinander antreten.

zu 2: Fettreiches Essen liebt kräftige Weine.
Insbesondere Tannine passen ideal dazu. Tannine reinigen förmlich die Geschmacksknospen im Mund von dem Fett, so dass jeder Bissen wieder ein Erlebnis für den Gaumen ist. Schöne kalifornische Cabernet Sauvignons, spanische Reservas oder toskanische Rote haben das Zeug dazu, es mit dem Fett aufzunehmen.

zu 3: Säurebetonte Weine passen gut zu säurebetontem Essen.
Sauvignon Blanc oder auch Muskadet sind tolle Begleiter zu Speisen mit Tomaten, Käse oder Sahne. Zu Salat der mit einer Vinaigrette angemacht ist, passen ebenso die säurebetonten Weine oder auch zu Frittiertem.

zu 4: Leichte Weine zu Scharfem
Gehen Sie bei scharfen Speisen, wie man sie z.B. aus der asiatischen Küche kennt, lieber auf leichtere aber dennoch ausdrucksstarke Weine wie Riesling oder Merlot. Tannine sind hier eher störend, da sie sich mit der Schärfe nicht so gut verstehen.

zu 5: Einfach aber wahr.
Handelt es sich um ein italienisches Essen, wählen Sie einen Italiener, bei Tapas einen Spanier und bei einem französischen Rezept einen Franzosen. Immerhin haben sich in den Ländern die Weine parallel zu den Rezepten entwickelt und werden dort immer zusammen getrunken.

Wollen Sie hingegen den Wein in den Vordergrund stellen (weil es sich vielleicht um ein ganz besonderes Tröpfchen handelt), dann halten Sie das Essen dazu schlicht. Schließlich soll der Wein der Star des Abends sein.

Balken schmal - Weiterführende Links und Infos

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