Was macht eine gute Servicekraft aus?

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Die gute und effiziente Servicekraft

Ein guter Service im Restaurant ist die halbe Miete

© Michael Sailer - Fotolia.com

Als Gast möchte man umsorgt werden, man möchte eine schöne Zeit im Restaurant haben, man möchte gut bedient werden und lecker essen. Was kann man als Servicekraft machen, um dem Gast den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten und zusätzlich dem Betrieb einen guten Umsatz bringen?

Auch wenn die nachfolgenden Tipps keine Hexenwerk sind, sollte man sich diese Dinge immer wieder vor Augen führen. Schließlich dienen Sie nicht zuletzt auch der Sicherung des Arbeitsplatzes und bestimmen die Höhe des Trinkgeldes:

1. Die Speisekarte kennen
Wenn die Gäste Sie über die Speisekarte befragen, erwarten sie eine professionelle Aussage. Sie sollten also Ihre Hausaufgaben machen und die Speisekarte wirklich kennen. Wie ist die Sauce gebunden? Welche Beilagen gibt es? Aus welchem Stück stammt das Fleisch? Werden Nüsse im Rezept verarbeitet (wichtig für Allergiker)? Wie schmeckt das Essen? Wenn der Küchenchef oder der Chef nicht von alleine eine Verkostung ansetzen, bitten Sie darum. Sie müssen wissen, was Sie verkaufen! Nur so können Sie Empfehlungen aussprechen und den Gast wunschgemäß beraten. Lesen Sie hierzu auch den -> Tipp der Woche # : Der Service muss die Speisekarte kennen und die Informationen zum Thema -> Religiöse Essgewohnheiten und zum Thema -> Allergien.

2. Das Timing beim Essen
Als Servicekraft hat man erheblichen Einfluss auf den Ablauf des Abends. Man kann z.B. zu Beginn der Speisekarte zügig bringen, man kann die Getränkebestellung in kurzer Zeit erledigen, man kann den Hauptgang richtig in der Küche abrufen, so dass dieser nicht unmittelbar nach dem Ausheben der Vorspeise kommt, man kann nach einer angemessenen Zeit nach Dessert fragen. Zwischendurch kann man ebenso in passenden Abständen an den Tisch gehen, um weitere Getränke zu verkaufen oder auch nur dem Gast das Gefühl geben, dass man für ihn da ist. Wenn der Gast am Ende das Gefühl hat, einen relaxten Abend gehabt zu haben, haben Sie einen guten Job gemacht. Lesen Sie hierzu auch den -> Tipp der Woche #2: Lange Wartezeiten auf das Essen.

3. Aufmerksam, aber nicht aufdringlich sein
Das ist die große Kunst ... einerseits den richtigen Zeitpunkt finden, um den Gast nach einem weiteren Getränk zu fragen und andererseits nicht ständig um den Tisch "herumzuschawänzeln". Je besser Sie diese Kunst beherrschen, desto wohler werden sich die Gäste fühlen. Halten Sie die Augen und die Ohren auf - Sie werden sicher erkennen, wenn der Gast einen Wunsch hat bzw. wenn es besser ist, diesen in Ruhe zu lassen.

4. Einfühlsam sein
Wenn Sie eine gute Servicekraft sein wollen, dann sollten Sie ein Talent dafür haben, Menschen "zu lesen". Es gibt Gäste, mit denen man einen kleinen Scherz machen oder ein wenig plaudern kann und dann gibt es wieder solche, die in Ruhe gelassen werden wollen. Den einen geht es um Schelligkeit, den anderen um einen ganz gemütlichen Abend. Achten Sie auf die entsprechenden Anzeichen, auf die Körpersprache und die Situation. Passen Sie sich darauf an! Lesen Sie hierzu auch den Artikel -> "Umgang mit verschiedenen Typen"

5. Anpassungsfähig sein
Neben der zuvor erwähnten Einfühlsamkeit auf Menschen, müssen Sie auch in Bezug auf Situationen höchst anpassungsfähig sein. Versuchen Sie immer einen Schritt voraus zu denken oder zumindest immer mitzudenken. Hat die Küche daran gedacht an Tisch 8 die Zwiebeln im Salat wegzulassen? Ist das Steak an Tisch 3 wirklich durchgebraten? Hat der neue Kollege schon die Zuckerdose an die 3 gebracht, während Sie mit dem Espresso kommen? Wurde dennoch ein Fehler gemacht, reagieren Sie schnell und bieten Sie z.B. einen Drink an, während der Gast auf das neue Essen warten muss, wenn dann doch Zwiebeln im Salat waren. Sie können sicher sein, dass der Gast am Ende des Abends dennoch zufrieden war.

6. Immer gelassen bleiben
Jeder macht mal Fehler. Entweder die Küche hat Mist gebaut oder aber Sie haben dem Gast ein Getränk über die Kleidung geschüttet. Alles kann passieren. Jetzt kommt es nur darauf an, wie Sie damit umgehen. Bleiben Sie stets cool und professionell. Behalten Sie die Situation stets im Griff. Lassen Sie nicht zu, dass sich ein Problem ausweitet. Lesen Sie hierzu auch den Bereich -> Beschwerdemanagement

7. Freundlich sein
Das dürfte jedem am ehesten klar sein - Freundlichkeit ist die halbe Miete. Man muss immer mal mit schwierigen Gästen oder Situationen umgehen - seine Freundlichkeit darf man aber nie verlieren. Auch wenn an einem hektischen Abend alle Tische belegt sind, ein hungriger Gast Sie anpflaumt wo denn sein Essen bleibt, müssen Sie freundlich bleiben und lächeln. Sie nehmen dem Gast damit auch schon Wind aus den Segeln.


Ihre Gäste wollen das Gefühl haben, dass Sie sich um Sie kümmern und Ihnen ihr Wohl am Herzen liegt. Gastfreundschaft beschreibt es am besten - behandeln Sie die Gäste im Restaurant so, wie Sie auch Ihre Freunde verwöhnen würden.

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