Liquidität immer im Auge haben

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Eine gute Liquidität ist essentiell!

Wenn Sie einen Biergarten oder eine Kneipe betreiben und dort nur Bargeld akzeptieren, ist der nachfolgende Artikel für Sie sicher weniger von Bedeutung. Er ist vielmehr für die Gastronomen, die Rechnungen schreiben (bei Firmen, Stammgästen, Banketts, Caterings, etc.) und dann ggf. lange auf die Begleichung warten müssen. Das kann einen schon mal in üble Bedrängnis bringen, schließlich wollen die Lieferanten und das Personal trotzdem pünktlich ihr Geld.

Hier die Hauptprobleme:

  • Die Rechnungen werden viel zu spät geschrieben
  • Es fehlt der richtige Überblick über die Aussenstände
  • Das Mahnwesen existiert nicht oder man möchte den Gast nicht vor den Kopf stoßen
  • Die Kunden zahlen schlecht oder gar nicht
  • Es müssen kurzfristig Maschinen oder Geräte gekauft werden (weil ein Gerät kaputt gegangen ist)

Welche Wege führen nun aus der Misere?

Was die ersten drei Punkte betrifft, so muss man sich einfach mal in den A... treten. Es kann nicht sein, dass Sie den Kunden praktisch einen zinslosen Kredit geben und umgekehrt bei Ihrer Hausbank für die Überziehung des Kontos horrende Zinsen anfallen. Das ist alles Ihr Geld. Schreiben Sie Rechnungen zeitnah nach einer Veranstaltung, führen Sie Übersichten und mahnen Sie zunächst freundlich und dann mit Nachdruck die Aussenstände an. Jemand der nicht oder sehr schleppend bezahlt brauchen Sie nicht als Gast! Planen Sie also Ihre Liquidität regelmäßig und zeitnah. Haben Sie stets den Überblick über Ihre Geldein- und ausgänge. Dann kommen Sie erst gar nicht in Bedrängnis!

Der vierte Punkt ist schon kniffeliger. Hier gibt es aber die Möglichkeit den Service einer Factoring-Gesellschaft in Anspruch zu nehmen. Diese treiben die Aussenstände ein und übernehmen auch für Sie das Ausfallrisiko (so kann theoretisch mal ein Kunde auch Konkurs gehen und Sie erhalten dennoch Ihr Geld). Sie sparen sich außerdem die Verwaltungsarbeiten - kein Mahnwesen, kein Debitorenmangement. Dafür erhalten Sie von der Factoringgesellschaft allerdings nur einen gewissen Prozentsatz Ihrer Forderung, z.B. 90%. Eine interessante Möglichkeit schnell an flüssige Mittel zu kommen.

Für den letzten Punkt, als die Anschaffung von neuen Maschinen und Geräten, käme Leasing in Frage. Das Prinzip von Leasing ist Mieten für einen festgelegten Zeitraum statt Kaufen. Man kann einen Herd, ein Auto oder auch eine neue Terrassenbestuhlung leasen. Je nach Leasinggesellschaft muss man eine kleine Anzahlung leisten - manchmal werden aber auch 100% des Nettobetrages finanziert. Die Mehrwertsteuer muss man allerdings voll zahlen (und kann diese dann natürlich als Vorsteuer wieder absetzen). Das geleaste Gerät verbleibt im Besitz der Leasinggesellschaft. Am Ende der Laufzeit braucht man sich auch nicht um den Weiterverkauf kümmern. Das macht Leasing sehr interessant - insbesondere unter dem Liquiditätsaspekt. Man sollte aber - wie immer - mehrere Angebote vergleichen und auch ruhig die Hausbank zur Abgabe eines Kreditangebotes bitten. Dann hat man den idealen Überblick.

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Balken schmal - Weiterführende Links und Infos

Die IHK Schwaben hat ein Merkblatt (PDF) mit 10 Punkten zur Liquiditätsverbesserung im Netz. Auf unternehmer.de sind 4 Punkte zur Verbesserung herausgestellt worden. Hier finden Sie die genaue Definiton von Factoring auf Wikipedia.

Neu auf der Website

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